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Media Service: UBS gerät in den Sog der Euribor-Affäre

Zürich (ots) - Der Libor-Skandal zieht immer weitere Kreise. Nun rückt auch der Euribor ins Rampenlicht: Dieser Zinssatz soll ebenfalls über Jahre hinweg verfälscht worden sein. Der Euribor bestimmt, zu welchem Zins sich die Banken untereinander Euro ausleihen. Die Schlagzeilen rund um den Zinssatz treffen auch die UBS. Sie ist als einzige Schweizer Bank Mitglied des Euribor-Ausschusses - und sie wurde bereits der Libor-Manipulation bezichtigt. Das erscheint etwa Guido Ravoet verdächtig. Er ist Chef von Euribor-EBF in Brüssel, die für das Funktionieren des Euribor verantwortlich ist. «Vier Banken, die der Manipulation des Libor verdächtigt werden, sind auch Teil des Euribor-Ausschusses. Es ist möglich, dass die Untersuchungen auch Manipulationen des Euribor innerhalb jener Banken zutage fördern.» Bereits wurden in Sachen Euribor Zivilklagen gegen die UBS eingereicht. Die Grossbank, die sich im Zuge der Libor-Affäre selber bei den Behörden anzeigte, äussert sich nicht zum Euribor. Man werde aber weiterhin vollumfänglich bei den Untersuchungen kooperieren, heisst es dort. Auch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma nimmt sich der Sache an. «Wir klären ab, ob das Verhalten von Schweizer Banken bei der Festlegung des Libor oder von vergleichbaren Referenzzinssätzen im Einklang mit dem Schweizer Aufsichtsrecht stand», heisst es in Bern.

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