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Media Service: Bank of China: Konflikt mit Finma Grund für Schweiz-Aus

Zürich (ots) - Mit der Anfang Woche angekündigten Übernahme der Bank of China (Suisse) zieht Julius Bär einen Schlussstrich unter die vierjährige Leidensgeschichte des Schweizer Ablegers der Staatsbank. Von anfänglich gut 2 Milliarden Franken an verwalteten Vermögen der Bank of China (Suisse) blieb am Schluss weniger als 1 Milliarde Franken übrig.

Personalprobleme und kulturelle Konflikte beutelten das Institut schon seit längerer Zeit. Ein Streit mit der Finanzmarktaufsicht (Finma) zwang die Tochter der chinesischen Staatsbank gemäss Informationen der «Handelszeitung» schliesslich zur Aufgabe. Dies bestätigt Martin Maurer, Geschäftsführer des Verbands der Auslandbanken. «Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Bank of China ihre Geschäftstätigkeit über das Private Banking hinaus erweitern wollte, aber dazu die aufsichtsrechtliche Bewilligung nicht erhielt», so Maurer. Dies könnte der entscheidende Punkt für das Institut gewesen sein, sich aus dem Schweizer Markt zurückzuziehen. Er vermutet, dass ein stärkeres Engagement im Kommerzgeschäft zur Diskussion stand.

Dass sich die Finma schwer tut mit der Anerkennung der neuen G-20- und Basler Ausschuss-Länder, ist gemäss Maurer ebenfalls kein Geheimnis. Die Finma will sich zu einzelnen Gesuchen nicht äussern und unterstreicht, Bewilligungskriterien «unabhängig von der Herkunft des Gesuchstellers» zu prüfen.

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