Handelszeitung

Media Service: Ein Drittel weniger Firmenübernahmen

Zürich (ots) - Die Mergers & Acquisitions-Branche spricht von einem Einbruch. Im 1. Halbjahr 2012 ging die Zahl der Firmenübernahmen mit Schweizer Beteiligung im Vorjahresvergleich um fast einen Drittel zurück. Rund 150 angekündigte oder abgeschlossene Zusammenschlüsse und Fusionen zeigt eine Zusammenstellung der "Handelszeitung" der in den ersten sechs Monaten öffentlich gemachten Mergers. Als Gründe für die Zurückhaltung werden von M&A-Fachleuten die Wirtschaftskrise in der EU, die politischen Instabilitäten in Europa und zudem die bevorstehenden Präsidentenwahlen in den USA genannt. Auch die Bilanzverkürzung der Banken, welche die Finanzierung gewisser Transaktionen erschwert, wird als Grund des nachlassenden Appetits auf Firmenübernahmen genannt.

Ging die Zahl der Fusionen in der Schweiz zurück, so schoss anderseits deren Transaktionsvolumen rasant in die Höhe. Dieses wird stark beeinflusst durch den angekündigten Deal zwischen Glencore und Xstrata. Der Zuger Bergbaukonzern Xstrata erwartet den ins Stocken geratenen milliardenschweren Zusammenschluss mit dem Rohstoffgiganten Glencore bis zum Jahresende. Als neuen Termin für die Abstimmung der Aktionäre über die Fusion nennt Xstrata den 7. September 2012. Weitere wichtige Mega-Zusammenschlüsse oder -Übernahmen fanden von Januar bis Juli 2012 zwischen Nestlé und Pfizer Nutrition, zwischen ABB und Thomas & Betts Corporation, zwischen Novartis und Fougera Pharmaceuticals und zwischen Pargesa und Pernod Richard statt.

Was die weiteren Aussichten auf das M&A-Jahr 2012 angeht, geben sich Branchenexperten bedeckt. Nach wie vor gelten Schweizer Firmen im Ausland - trotz Frankenstärke - als attraktive Übernahmekandidaten. Besonders Investoren aus Japan zeigen grosses Interesse an Zukäufen in der Schweiz.

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