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Media Service: Stadler Rail macht Ernst mit Produktion in Weissrussland

Zürich (ots) - Der Flirt von Unternehmer Peter Spuhler mit dem weissrussischen Diktator Alexander Lukaschenko entwickelt sich mehr und mehr zu einer guten Geschäftsbeziehung. Gemäss Regierungsquellen in Minsk baut Stadler Rail zusammen mit ihrer weissrussischen Partnerfirma Belkommunmash in der wirtschaftlichen Sonderzone nahe der Hauptstadt demnächst ein neues Werk. Dafür sollen laut Boris Batura, Gouverneur der Region Minsk, rund 50 Millionen Euro investiert werden. Eine entsprechende Vereinbarung mit Stadler sei bereits unterzeichnet, so Batura weiter. Geplant sei, bis Ende des kommenden Jahres 19 Züge vom Typ Flirt in der neuen Produktionsstätte zu fertigen. 2014 sollen es dann 30 Züge sein. Stadler-Sprecher Tim Büchele bestätigt die Recherchen der «Handelszeitung»: «Wir warten auf den nächsten Auftrag aus Weissrussland über insgesamt 19 Flirts. Eine Bedingung dafür ist, einen Teil der Fertigung vor Ort in Weissrussland zu machen.»

Büchele betont indes, dass die Verträge noch nicht rechtskräftig seien: «Die Eckpunkte sind verhandelt, aber es ist noch nichts unterschrieben.» Wichtig sei für Stadler, eine Mehrheit am Joint Venture mit Belkommunmash zu halten, um den Fluss des Know-how zu kontrollieren. Die Gemeinschaftsfirma namens OSC Electric Transport ist seit einigen Wochen in der Minsker Sonderzone eingetragen. Ohne das Engagement in Minsk kommt Stadler nicht an erhoffte Grossaufträge aus Russland und Kasachstan.

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