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Media Service: Swiss-Prime-Site-CEO Markus Graf: «Wohnungen sind nicht gleich attraktiv wie Büros»

Zürich (ots) - Markus Graf, Chef der grössten Schweizer Immobilienfirma Swiss Prime Site (SPS), warnt Investoren vor den Gefahren im Markt für Wohnimmobilien. «Wohnungen sind meiner Meinung nach nicht gleich attraktiv wie Büroflächen oder der Retailbereich», sagt Graf im Interview mit der «Handelszeitung». Weil Mietverträge für Wohnungen nicht indexiert seien, werde die Rendite von Neubauten mit der Zeit immer tiefer. Dies im Gegensatz zu Laden- und Büroflächen, wo die Kosten überwälzt werden können. «Ich sage: Vorsicht im Wohnungsbau - nicht nur wegen der geringen Rendite, sondern auch wegen der Überproduktion in der Schweiz», erklärt Graf. Von einer Blase spricht er allerdings nicht. Es gebe in gewissen Gegenden zwar überhöhte Preise. «Die meisten Immobilienbesitzer werden unter einem Preisrutsch aber nicht leiden. Sie haben die historisch tiefen Zinsen über mehrere Jahre angebunden.»

Im Laufe des nächsten Jahres will der SPS-Chef Investoren eine Alternative zu Investitionen in Schweizer Wohnungen bieten. Unter dem Namen «Global Prime Site» plant er die Schaffung eines neuen Anlagevehikels. Dieses Immobiliengefäss wäre nicht Teil der Swiss Prime Site, sondern ein separates Gefäss, das aber auch an der Schweizer Börse kotiert wäre. Der Fokus soll wie bei der Swiss Prime Site auf Geschäftsimmobilien an ausgewählten, hochwertigen Lagen liegen. «Wir möchten das SPS-Konzept in Ländern anwenden, die Parallelen zur Schweiz aufweisen, etwa wirtschaftlichen Erfolg und politische, rechtliche sowie soziale Stabilität.» Laut Graf wurden dafür rund 25 Länder definiert. «Wir werden wenn möglich nächstes Jahr mit dem Aufbau beginnen», erklärt Graf.

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