Handelszeitung

Media Service: Philip Mosimann, CEO Bucher Industries: «Bei Parität zum Euro hätten wir Fabriken schliessen müssen.»

Zürich (ots) - Der Schweizer Konzern Bucher Industries hat sich auf den starken Franken eingestellt. «Mit 1.20 können wir noch knapp leben», sagt Chef Philip Mosimann im Interview mit der «Handelszeitung». «Wir leiden auch - vor allem in unseren Schweizer Betrieben.» Das Problem für die Industrie seien die Heftigkeit und das Zeitfenster, so Mosimann weiter. «Wenn die Schwankung innerhalb von sechs Monaten 20 Prozent beträgt, dann leidet die Industrie.»

Die Euro-Untergrenze von 1.20 Franken sei für Bucher Planungsgrundlage. «Mit 1.10 hätten wir Teile der Schweizer Produktion auslagern müssen, und bei Parität hätten wir Fabriken schliessen müssen.» Mosimann geht davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank die 1.20-Untergrenze wird halten können.

Trotz der Konjunktur- und Euro-Krise ist Mosimann vom Industrie- und Produktionsstandort Schweiz überzeugt. «Die Stückkosten müssen konkurrenzfähig sein. In der Schweiz haben wir beispielsweise eine viel automatisiertere Fertigung und eine höhere Produktionseffizienz.» Die Schweiz habe nur mit der Automatisierung, der Robotisierung und der Innovation eine Überlebenschance. «Produkte, die eine extreme Präzision und eine Repetition dieser Präzision erfordern, werden in der Schweiz bleiben», sagt Mosimann.

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