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Media Service: Affäre um griechischen Ex-Verteidigungsminister trifft Schweizer Banken

Zürich (ots) - Der griechische Spitzenpolitiker Akis Tsochatzopoulos sitzt derzeit in Athen in Untersuchungshaft. Dem ehemaligen Verteidigungsminister wird von den Behörden vorgeworfen, er habe bei zwei Rüstungsgeschäften Schmiergelder kassiert. Nun zeigt sich, dass sich die Schweizer Justiz schon seit langem mit dem Fall beschäftigt. Über Offshore-Firmen in Liberia, Panama und Zypern soll das vermeintliche Bestechungsgeld in die Schweiz geflossen sein. Diese Firmen sollen in Verbindung zum Ex-Minister stehen. Die griechischen Behörden interessierten sich in den vergangenen Jahren offenbar besonders für Konten bei den Schweizer Niederlassungen von Crédit Lyonnais und Morgan Stanley. Die Banken nehmen dazu keine Stellung. Vor kurzem wurden nun offenbar weitere Gelder bei Schweizer Banken entdeckt, die in Verbindung zur Affäre stehen könnten, berichten griechische Medien. Dabei soll es sich um Konten bei der Schweizer Grossbank UBS handeln. Personen aus dem Umfeld des Ministers, gegen die ebenfalls ermittelt wird, sollen über mehrere Konten in der Schweiz verfügen. Laut Insidern in Athen ist zu erwarten, dass die griechischen Behörden diesbezüglich ein Rechtshilfegesuch an die Schweiz richten werden. Noch ist aber kein entsprechendes Gesuch bei den Schweizer Behörden eingegangen, heisst es beim Bundesamt für Justiz.

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