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Media Service: Für Asien zu optimistisch

Zürich (ots) - Der Schwyzer Logistikkonzern Kühne+Nagel sieht Wachstumschancen vor allem in Südamerika. Man könne nach wie vor neue Nischen mit Wachstumschancen finden, sagt Präsident Karl Gernandt im Interview mit der «Handelszeitung». «Nischen sind aktuell im Norden Südamerikas und in Brasilien zu finden», sagt Gernandt. «Ich bin zuversichtlich, dass in diesen Nischen ein Wachstum von fünf Prozent möglich sein wird.»

Wachstumspotenzial sieht der Kühne+Nagel-Präsident aber auch in Megatrends. «Der Transport von Lebensmitteln wird zunehmend eine immense Rolle spielen.» Und auch im Atomausstieg sieht Gernandt eine Chance für die Logisitiker. «Nach der Diskussion um den Ausstieg aus der Kernenergie gibt es fast keine andere Energiequelle, die ohne logistische Komponente auskommt.»

Weniger optimistisch ist Gernandt für das Wachstum in Asien. «Wir waren punkto Wachstum in Asien zu optimistisch, insbesondere in China und Indien.» Die Hauptrouten von Asien nach Europa würden kaum mehr so deutlich zulegen wie in der Vergangenheit. Auch die Wachstumsschwäche in der Unterhaltungselektronik bereitet dem Logistiker Mühe. «Wenn dieser Markt einbricht, wäre das keine gute Meldung.» Die Unterhaltungselektronik ist das am schnellsten drehende Gut, welches viele Meilen vom Produzenten zum Kunden zurücklegt. Euphorisch ist Gernandt nicht.

Belastet wird Kühne+Nagel vom starken Franken. «Wir haben 15 Prozent unseres Ertrages allein durch die Währungsverschiebung verloren», sagt Gernandt. Das könne man aber kompensieren. Für das Geschäftsjahr 2011 werde Kühne+Nagel dem Ziel entsprechen, von Jahr zu Jahr das Geschäftsvolumen zu steigern.

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