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Media Service: Schweizer Banken in griechischen Skandal verwickelt

Zürich (ots) - Die beiden privaten Energieanbieter Energa und Hellas Power mussten trotz gigantischer Schuldenlast und massiver Sparmassnahmen vor wenigen Tagen in höchster Not verstaatlicht werden. Beide Firmen häuften mehrere hundert Millionen Euro Steuerschulden bei der Betreibergesellschaft DESMIE an. In Athen wurde ein Ermittlungsverfahren gegen die Vorstandsmitglieder der Unternehmen eröffnet. Die Spuren führen in die Schweiz.

Laut Athener Staatsanwaltschaft sollen fällige Steuerbeträge der 200000 Stromkunden über Scheinfirmen ins Ausland, vor allem in die Schweiz, geflossen sein. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft an die Führungskräfte der beiden Energiekonzerne lautet auf Unterschlagung, Untreue und Geldwäscherei. Eine Anklage wurde noch nicht erhoben. Gemäss den Athener Behörden wurden mehr als 120 Millionen Euro auf Schweizer Bankkonten überwiesen. In Griechenland kursieren Gerüchte, wonach ein grosser Teil des Geldes bei der Credit-Suisse-Tochter Clariden Leu gelandet sei. Credit Suisse will dazu keine Stellung nehmen. Beim Bundesamt für Justiz ist bislang noch kein Rechtshilfegesuch der griechischen Behörden eingegangen. Die Vorstandsmitglieder von Energa und Hellas Power bestreiten die Vorwürfe. Das Geld sei legal auf Konten der Firma in der Schweiz überwiesen worden, sagen sie.

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