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Media Service: Umweltgefährdende Altlasten: Bundesamt schätzt Sanierungskosten neu auf über fünf Milliarden Franken

Zürich (ots) - Der jahrzehntelange sorglose Umgang mit giftigen Stoffen und Abfällen hat in der ganzen Schweiz dreckige Spuren hinterlassen. Doch die Beseitigung der Umweltsünden kommt nach Recherchen der «Handelszeitung» nur schleppend voran. Noch immer gibt es laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) rund 45'000 belastete Standorte. Erst 500 bis 600 Altlasten konnten landesweit saniert werden, wie Christoph Wenger, Abteilungschef Boden, bestätigt. Die Sanierungskosten fallen deutlich höher als bislang bekannt. Offenbar hatte man lange unterschätzt, wie viel Geld die Sanierung von militärischen Kugelfängen verschlingt. Total geht das BAFU nun landesweit von Gesamtkosten von «über fünf Milliarden Franken» aus. Massive Verzögerungen bei der Altlastensanierung gibt es unter anderem bei den SBB. Der Bahnkonzern wollte die Umweltsünden auf seinen Grundstücken eigentlich bis Ende 2009 sanieren. Nun nennt er als neuen Termin für den Abschluss das Jahr 2015. Schweizweit sind die SBB mit 60 Altlastenfällen konfrontiert. An 39 Standorten befinden sich die Sanierungsarbeiten erst in der Planungsphase.

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