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Media Service: VSE-Präsident und BKW-Chef Kurt Rohrbach: «Unrealistische Szenarien»

Zürich (ots) - Ende August hat der Verband der Schweizerischen Elektrizitätsunternehmen (VSE) zwar erklärt, er akzeptiere den Beschluss von Bundesrat und Nationalrat zum Atomausstieg. Dennoch hält der Dachverband der Schweizer Stromfirmen nicht mit Kritik an der neuen Energiestrategie des Bundes zurück. «Der Bundesrat geht von einem Szenario aus, das wir als Planungsgrundlage für die Zukunft nicht übernehmen können», sagt Kurt Rohrbach, VSE-Präsident und Chef des Stromversorgers BKW, im Interview mit der «Handelszeitung». «Ich bezweifle, dass die Szenarien, die der Bundesrat präsentierte, realistisch sind», sagt Rohrbach. Solle der Stromverbrauch so stark wie vorgegeben reduziert werden, müssten laut dem Verbandspräsidenten «völlig neue Rahmenbedingungen» geschaffen werden. Die Bevölkerung werde kaum vorbehaltlos hinter einem solchen Richtungswechsel stehen. «Ich bin mir nicht sicher, ob der Stimmbürger allen energiepolitischen Massnahmen zustimmen wird, die aus dem Atomausstieg resultieren», warnt Rohrbach.

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