Handelszeitung

Media Service: Traummarge auf Nivea gefährdet (ergänzte Fassung)

Zürich (ots) - Migros und der deutsche Konsumgüterkonzern Beiersdorf haben sich über die Preissenkungen noch nicht geeinigt. «Die Verhandlungen laufen noch», sagt Beiersdorf-Schweiz-Chef Erhard Schöpfer zur «Handelszeitung». Zur Diskussion stehen Preissenkungen zwischen 8 und 12 Prozent auf 60 Prozent des Nivea-Sortiments der Migros, wie eine Sprecherin des Detailhändlers bestätigt.

Das ist dem Detailhändler nicht genug. Er will den Euro-Vorteil auf dem ganzen Sortiment. Preisnachlässe sind bei Beiersdorf nicht gerne gesehen, doch schmerzen werden sie den Kosmetik-Konzern nicht. Die starke Marke Nivea hat sich in der Schweiz zur wahrhaftigen Profit-Crème entwickelt. 50 Prozent und mehr fährt Beiersdorf in der Schweiz als Bruttomarge auf ihren Nivea-Produkten ein. Das bestätigt ein ehemaliger Kadermann. Beiersdorf-Schweiz-Chef Schöpfer sagt dazu lediglich: «Vom Konsumentenpreis fliessen etwas über 50 Prozent an Beiersdorf». Der Detailhandel benötigte vom Verkaufspreis eines Produkts durchschnittlich etwas mehr als 30 Prozent als Bruttomarge.

Der Markt Schweiz gehört damit zu den rentabelsten weltweit. Die Euro-Krise geht aber auch an Beiersdorf Schweiz nicht vorbei. Schöpfer fürchtet einen Imageverlust der Marken durch die Euro-Abzocker-Diskussion. Er beklagt zudem den Einkaufstourismus. Das habe auf den Umsatz gedrückt, so Schöpfer. Bis Ende Juli musste er einen Rückgang von fast 8 Prozent hinnehmen. Der Gesamtmarkt ist um 4 Prozent zurückgegangen.

Ergänzte Fassung: Passage im zweiten Abschnitt klarifiziert.

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