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Media Service: «Handelszeitung»: Fifa verhandelt mit Visa

Zürich (ots) - Allen Bestechungsvorwürfen zum Trotz gelten die Manager des Weltfussballverbandes bei ihren Partnern aus der Wirtschaft immer noch als salonfähig. Nur eine Woche nach der Wiederwahl Joseph Blatters zum Präsidenten will sich die Fifa frisches Geld von Sponsoren sichern. Derzeit laufen laut Recherchen der «Handelszeitung» Verhandlungen mit dem amerikanischen Kreditkartenunternehmen Visa über eine Verlängerung des Vertrages. Dieser läuft am 31. Dezember 2014 aus. Visa ist seit 1. Januar 2007 einer der sechs Fifa-Hauptsponsoren und bezahlt für sein achtjähriges Engagement rund 200 Millionen Dollar. Nun soll Visa bereit sein, für eine Vertragsverlängerung noch mehr zu bezahlen. Insider sprechen von einem 300-Millionen-Dollar-Angebot des Kreditkartenunternehmens.

Vor Blatters Wahl am 1. Juni hatte Visa die Fifa noch wegen anhaltender Bestechungsvorwürfe ungewohnt deutlich kritisiert: «Wir verlangen von der Fifa, dass sie alle nötigen Schritte unternimmt, um die gemachten Vorhaltungen zu klären», hiess es damals. Nur eine Woche später scheinen die Bedenken ausgeräumt. Ein Visa-Sprecher in den USA wollte sich dazu nicht äussern: «Wir kommentieren unsere Sponsoringaktivitäten nicht.»

Die Fifa ist derzeit auf gute Nachrichten angewiesen. Noch immer laufen mehrere Verfahren wegen Verdachts auf Schmiergeldzahlungen.

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«Handelszeitung», 043 444 59 00 


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