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Media Service: Investoren attackieren SBB wegen Schmuddelbahnhöfen

Zürich (ots) - Schlecht beleuchtete Bahnhofsunterführungen, mit Graffiti verschmierte Wände, stickige Wartehäuschen auf den Perrons: Immobilieninvestoren und -berater sowie Stadtpräsidenten ärgern sich über den schlechten Zustand vieler Schweizer Bahnhöfe. Der Vermarkter Acasa hat sich gemeinsam mit dem Immobilienberatungsbüro Wüest & Partner schriftlich bei den SBB beschwert, wie Bernhard Ruhstaller von Acasa bestätigt. Das Unternehmen vermarktet unter anderem den Prime Tower beim Bahnhof Hardbrücke in Zürich oder das neu entstehende Geistlich-Areal unmittelbar hinter dem Bahnhof Schlieren. Laut Ruhstaller fehlt bei den SBB «das Verständnis für die Arealentwicklungen auf den Rückseiten der Bahnhöfe». Und dies, obwohl Investoren etwa in Lenzburg, Dietikon oder Schlieren Millionen Franken aufwenden, um leerstehende Industrieareale in Bahnhofsnähe in neue Wohn- und Geschäftshäuser umzuwandeln. Auch Otto Müller, Stadtpräsident von Dietikon, hat bei den Bundesbahnen vorgesprochen: «Doch die Bahnhofsunterführungen haben für die SBB nicht die gleiche Priorität wie für uns», stellt er fest.

Das soll sich ändern, wie SBB-Sprecher Daniel Bach erklärt: «Ab 2012 werden die Bahnhofsunterführungen in der Zuständigkeit unserer Immobilien-Division sein.» Noch ist die Abteilung Infrastruktur zuständig. Diese kümmert sich primär um Fahrleitungen und Gleise und damit einen reibungslosen Betrieb.

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