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Media Service: Milliardengewinne für Schweizer Grundstückbesitzer

Zürich (ots) - Wegen der Zuwanderung braucht die Schweiz Bauland, Gemeinden wandeln im grossen Stil wertlose Landstücke zu teurem Bauland um. Nun belegen konkrete Zahlen aus dem Kanton Zug, wie viel Geld in die Taschen der Grundbesitzer fliesst. Zwischen 2005 bis 2010 wurden in den elf Zuger Gemeinden 900 000 Quadratmeter eingezont. Das ergibt auf Grundlage eines durchschnittlichen Quadratmeterpreises einen Wertzuwachs von 1,575 Milliarden Franken, erklärt René Hutter, Chef des Amtes für Raumplanung im Kanton Zug, in der "Handelszeitung". Grösste Gewinner waren mit einem Anteil von 55 Prozent Privatpersonen beziehungsweise Bauern. Insgesamt profitierten 155 unterschiedliche Grundeigentümer, darunter Firmen, Baugesellschaften, Stiftungen und gemeinnützige Organisationen.

Auch der Kanton Aargau zonte in den letzten Jahren kräftig ein. Seit 2005 wuchs die Bauzone um 148 Hektaren. Offizielle Zahlen zu den dadurch generierten Planungsmehrwerten gibt es im Aargau nicht. Setzt man aber einen mittleren Wert pro Quadratmeter Bauland von 400 Franken ein, ergibt sich hier ein Total von rund 600 Millionen Franken. «In der Grössenordnung ist dieser Wert sicher richtig», bestätigt Paul Pfister, der Aargauer Kantonsplaner. Gemäss einer früheren Erhebung resultiert in der Schweiz ein Planungsmehrwert von knapp zwei Milliarden Franken im Jahr. Angesichts der Zahlen aus Zug und Aargau ist diese Schätzung wohl eher vorsichtig. Der effektive Gesamtbetrag dürfte weit höher liegen.

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