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Media Service: Schweizer Firmen wehren sich gegen höhere Strompreise

Zürich (ots) - Energie Gleich nach dem Atomunfall in Japan prognostizierte Axpo-Chef Heinz Karrer höhere Strompreise. Das stösst Grossverbrauchern sauer auf. «Die Ankündigung kommt vorschnell», kritisiert Frank Ruepp, Präsident der Interessengemeinschaft Energieintensiver Branchen. Kritik kommt auch von der Gruppe Grosser Stromkunden, zu der Firmen wie ABB, Migros oder Swisscom gehören. «Es ist nicht haltbar, als Folge das Unfalls in Japan von Preiserhöhungen zu sprechen», sagt ihr Vertreter Walter Müller. Der Trend zu einem längerfristig höheren Strompreis existiere zwar. Dies aber nur, weil die Nachfrage steige, nicht wegen der Situation in Japan. In den letzten Jahren seien hocheffiziente Gaskombi-Kraftwerke entstanden, die das Abschalten von Atomkraftwerken kompensieren könnten. Zudem würden sie erst noch günstiger produzieren als ältere Anlagen.

Die Interessengemeinschaft Energieintensiver Branchen plädiert vor allem für das Forcieren von Wasserkraft. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien, etwa Wind und Wasser, befürchtet Präsident Ruepp, der auch der Papiergruppe Perlen vorsteht, höhere Preise für die Netznutzung und Abgaben. Der Kampf gegen höhere Strompreise kommt nicht von ungefähr. Die Grossverbraucher mussten in den letzten Jahren verschiedentlich Preiserhöhungen akzeptieren.

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