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Media Service: Schweiz vor Freihandelsvertrag mit Hongkong

Zürich (ots) - Die Schweiz und Hongkong haben sich in den Grundzügen auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Dies ergaben Recherchen der "Handelszeitung". Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bestätigt den Abschluss der Gespräche: «Die Unterhändler der EFTA-Staaten Schweiz, Island, Liechtenstein, Norwegen und die Delegation Hongkongs haben ein Freihandelsabkommen paraphiert», sagt Botschafter Christian Etter. Er ist Delegierter des Bundesrates für Handelsverträge und leitete die Verhandlungen.

Die Verhandlungen starteten vor gut einem Jahr. Nun müssen die Vertragstexte noch in rechtlich verbindliche Sprache umgegossen und von beiden Seiten überprüft werden. Inhaltliche Änderungen sind trotz der grundsätzlichen Einigung nicht ausgeschlossen. «Solange die Vertragsparteien den definitiven Vertragstext nicht unterzeichnet haben, sind die Verhandlungen nicht abgeschlossen», sagt Etter. Im Wirtschaftsdepartement ist man optimistisch. Noch im Verlauf dieses Jahres sollte das Freihandelsabkommen auf einer Ministerkonferenz der beteiligten Staaten unterzeichnet werden können.

Der Vertrag regelt den gegenseitigen Marktzutritt von Firmen und damit den Waren- und Dienstleistungsverkehr. Auch Investitionsfragen und der Umgang mit geistigem Eigentum werden geklärt. Hongkong gehört politisch zur Volksrepublik China, ist aber unabhängiges Zollgebiet. Die Sonderverwaltungszone regelt aussenwirtschaftliche Beziehungen in Eigenregie. Nach China und Japan ist Hong Kong der drittgrösste Handelspartner der Schweiz in Asien. Im Januar hatte die Schweiz auch Verhandlungen mit China zum Freihandel aufgenommen.

Atypischerweise fanden die letzten Gespräche mit Hongkong nun in Bern und nicht in Genf statt. Die 15-köpfige Delegation aus Hongkong fand in Genf wegen des gleichzeitig stattfindenden Auto-Salons kein Hotel.

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