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Media Service: SBB-Auftrag: Krisengipfel bei Bombardier

Zürich (ots) - Es rumort es unter den Schweizer Zulieferern von Bombardier. Man sehe derzeit noch nicht, wie der Bahntechnik-Gigant seine Versprechen erreiche, sagt Michaela Stöckli, Direktorin des Eisenbahnzulieferer-Verbandes Swissrail. Im Mai 2010 vergaben die SBB den Bau von 59 Doppelstockzügen an Bombardier. Während der Ausschreibungsphase des grössten Auftrags der SBB aller Zeiten hatten die Kanadier damit geworben, dass rund 60 Prozent der Wertschöpfung in der Schweiz anfallen werde. Davon sei man weit entfernt, wird moniert.

In diesen Tagen wird eine fünfzigköpfige Delegation von Swissrail-Mitgliedern zu Bombardier nach Zürich reisen. «Wir wollen wissen, wie viel der Konzern tatsächlich bei Schweizer Lieferanten bestellt», erklärt Verbandsdirektorin Stöckli gegenüber der "Handelszeitung". Stéphane Wettstein, Chef von Bombardier Transportation Schweiz, wehrt sich gegen die Vorwürfe. Man habe bereits eine Reihe von Aufträgen an Lieferanten aus der Schweiz vergeben, obwohl deren Angebote teilweise teurer gewesen seien als jene von ausländischen Konkurrenten. Wettstein ist zuversichtlich: «Die Wertschöpfungsquote von rund 60 Prozent können wir ungefähr einhalten». Gut ein Drittel der Aufträge sei noch zu vergeben, schätzt er.

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