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Media Service: Post-Chef Jürg Bucher - knapp eine Milliarde Gewinn

Zürich (ots) - Der Chef der Schweizer Post erwartet für das abgelaufene Geschäftsjahr ein hervorragendes Ergebnis. "900 Millionen Franken Gewinn werden es ganz sicher sein", erklärt Jürg Bucher im Interview mit der "Handelszeitung" und bestätigt damit frühere Aussagen von Post-Verwaltungsratspräsident Peter Hasler. Laut Bucher arbeiteten 2010 alle Geschäftsbereiche besser als im Jahr zuvor. Postlogistics (Pakete, Kuriersendungen und Gütertransport) habe erstmals einen dreistelligen Millionengewinn erzielt und sei "hervorragend unterwegs". Bei Postmail (Briefe, Zeitungen und Werbesendungen) wurde das Ergebnis laut Bucher gehalten, die Poststellen konnten das Defizit verringern. Die Swiss Post Solutions (Dokumentenmanagement) hatte im Geschäftsjahr 2009 noch ein Defizit von 25 Millionen Franken ausgewiesen. "2010 jedoch schrieb sie nun schwarze Zahlen." Swiss Post International sowie Postauto konnten das gute Vorjahresergebnis halten. "Insgesamt ist die Entwicklung sehr gut", sagt Bucher.

Neue Internetplattform für kleine und mittelgrosse Firmen

Die Menge der adressierten Briefpost ging allerdings erneut zurück. Die Post verstärkt darum ihre digitalen Angebote. "Wir lancieren im Verlauf dieses Jahres eine neue E-Commerce-Plattform für kleine und mittlere Unternehmen", bestätigt Postchef Jürg Bucher gegenüber der "Handelszeitung". Auf der Plattform werden kleine Firmen "auf ganz einfache Weise" einen Webshop eröffnen können. "Wir übernehmen für den Kunden den Versand, allenfalls Werbemailings und das Inkasso", sagt Bucher. Dank der digitalen Lösung aus einer Hand generiere die Post zusätzliche Geschäfte. Die digitale Plattform wird gemäss Bucher zwar so ausgebaut, dass primär die Post vom zusätzlichen Verkehr profitiert. Bucher räumt aber ein, dass zukunftsfähige Lösungen offen sein müssen und auch die Nutzung von Konkurrenzangeboten zulassen sollten, etwa beim Paketversand. "Bei einer geschlossenen Lösung fühlt sich der Kunde rasch zu etwas gedrängt und das kommt schlecht an", sagt Bucher in der "Handelzeitung".

Keine Potentatengelder

Bucher ist derzeit noch im Doppelmandat Chef der Post und von Postfinance. "Im Zusammenhang mit den jüngsten Unruhen in Nordafrika kann ich sagen, dass auf unseren Konti keine Potentatengelder liegen." Bestehende Post-Konten von politisch exponierten Personen überwache die Post. "Im letzten Jahr haben wir aus verschiedensten Gründen rund 100 Meldungen an die Meldestelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei abgesetzt, aber noch nie eine politisch exponierte Person melden müssen", sagt Bucher in der "Handelszeitung".

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