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Media Service: Pensionskassen in den USA stossen Glencore-Anleihen ab

Zürich (ots) - Staatliche Pensionskassen in den USA haben begonnen, ihre Glencore-Anleihen abzustossen. Hintergrund der Distanznahme sind Glencores mutmassliche Aktivitäten im Sudan, wie Recherchen der "Handelszeitung" zeigen. Das afrikanische Land mit seinem Regime steht wegen des Völkermords in Darfur in den USA auf der Liste der geächteten Nationen. Staatliche Einrichtungen in den USA dürfen deshalb nicht in Unternehmen investieren, die umstrittene Geschäfte in Sudan betreiben. In Hawaii trennte sich die Pensionskasse ERS bereits von ihrem Engagement bei Glencore. Das geht aus offiziellen Dokumenten hervor.

Auch Iowa hat beschlossen, nicht mehr in den Konzern aus Baar im Kanton Zug zu investieren. Dort hat die Pensionskasse IPERS bis Ende Jahr Zeit, die Position aufzulösen. In Colorado kam der Rohstoffkonzern vor zwei Monaten auf die schwarze Liste, in Florida ist er schon länger darauf. Glencore wollte zur Angelegenheit nicht Stellung nehmen. Aus dem Umfeld des Unternehmens verlautet, der Konzern habe 2009 kleine Mengen Öl mit der sudanesischen State Oil Company gehandelt, danach aber nicht mehr. Glencore prüft derzeit einen Börsengang. Ein Entscheid wird noch im 1. Quartal erwartet.

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