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Media Service: Swissmedic will 15 Millionen mehr von Pharmafirmen

    Zürich (ots) - Christine Beerli lädt in diesen Tagen die Pharmaindustrie zum Gebührengipfel nach Bern. Die Swissmedic-Präsidentin diskutiert mit Vertretern von  Pharmaverbänden die «zukünftige Finanzierung» der Zulassungsstelle für Heilmittel. Was einige Medikamentenproduzenten nicht wissen: Sie müssen mit happigen Gebührenerhöhungen von bis zu 100 Prozent rechnen. Denn Swissmedic will die Einnahmen um 15 Millionen Franken  steigern, wie Recherchen der «Handelszeitung» zeigen.

    «Wir diskutieren die Revision der Gebührenordnung», bestätigt Swissmedic-Stabsleiterin Petra Dörr. Im Fokus stehe die Erhöhung der Verfahrensgebühren, welche die Hersteller für die Zulassung von Medikamenten bezahlen müssen.  Swissmedic könne mit den aktuellen Einnahmen weniger als 40 Prozent der Aufwände decken, so Dörr. Mit der Erhöhung der Verfahrensgebühren wolle man den Kostendeckungsgrad auf 60 bis 70 Prozent steigern. Der Rest wird durch andere Gebühren gedeckt. «Wir brauchen die Mittel zur Finanzierung von 75 zusätzlichen Stellen, um auch künftig unseren Auftrag erfüllen zu können.» Ein Grossteil werde im Bereich Zulassung eingesetzt, damit Entscheid schneller fallen. Geplant ist die Erhöhung auf Mitte 2012.

    Die Pharmabranche ist zwar bereit, Swissmedic zu stärken, wie Interpharma-Direktor Thomas Cueni zur «Handelszeitung» sagt. Kritische Fragen gibt es trotzdem. «Die geplanten Aufschläge sind happig. Die zusätzlichen Mittel müssen für die Zulassung eingesetzt und die Prozesse deutlich schneller werden.» Keine Freude haben die Naturheilmittelhersteller. «Die Gebühren für Naturheilmittel sind schon zu hoch», sagt Omida-Chef Hans-Peter Häfliger. Der Prüfungsaufwand für Homöopathie sei tiefer als für chemisch-synthetische Produkte.

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