Handelszeitung

Media Service: Die Schwarze Liste der SNB

Zürich (ots) - Spätestens seit dem Ausschluss zahlreicher irischer Anleihen letzten Dezember steht der Repobasket der Schweizerischen Nationalbank SNB im Rampenlicht. Wie Recherchen der "Handelszeitung" zeigen, wurden 2010 über 100 verschiedene Anleihen von der SNB als nicht mehr "repofähig" aus dem Basket ausgeschlossen. Das bedeutet, dass die Nationalbank die Titel nicht mehr als Sicherheit bei der Vergabe von Geld an die Geschäftsbanken akzeptiert. Unter den Ausschlüssen finden sich zahlreiche Schuldtitel von prominenten deutschen Emittenten: So Anleihen von German Postal Pension Securisations Plc, einer Tochter der Deutschen Post, oder von der zur Hypo Real Estate Gruppe gehörenden Depfa Bank. Die SNB äussert sich nicht zu den Gründen der Ausschlüsse, verweist aber auf die Ausschlusskriterien, die insbesondere die Bonität hoch gewichten. Ebenfalls als nicht mehr repofähig gelten einzelne Papiere der Regionen Valencia und Katalonien, sowie einzelne Staatsanleihen von Slowenien und Griechenland. René Hermann, Kreditanalyst bei der unabhängigen Ratingagentur Independent Credit View, sagt: «Verständlicherweise ist ein Ausschluss einer Anleihe, was die Kreditqualität eines Emittenten angeht, kein positives Signal für die Investoren.» Für den Ausschluss von Papieren der Migros, des deutschen Bundeslands Rheinland-Pfalz, der Landesbank Baden-Württemberg sowie der Bayerischen Landesbank sind jedoch technische Gründe verantwortlich. Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung. Kontakt: Handelszeitung Redaktion Tel. +41 (0)43 444 58 34

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