Handelszeitung

Media Service: "Handelszeitung-Börsenstandpunkte": Vorabmeldung aus TV-Interview mit Novartis-VR-Präsident

    Zürich (ots) - Daniel Vasella stellt höhere Dividende in Aussicht

      Die weltweite Finanzkrise hat laut Daniel Vasella keine negative
Auswirkungen auf den Finanzertrag von Novartis: "Wir rechnen nicht
mit Verlusten durch spekulative Geschäfte", sagt der CEO und
VR-Präsident von Novartis in der TV-Sendung
Handelszeitung-Börsenstandpunkte im Schweizer Fernsehen. Im
operativen Bereich habe sich die positive Tendenz des 3. Quartals
2008 bestätigt: "Wir sind auf Kurs." Sowohl beim Gewinn als auch beim
Umsatz könne Novartis 2008 voraussichtlich Rekordzahlen ausweisen.
Auch für die Pharmasparte könne er die Prognosen bestätigen.

    Grossakquisition höchst unwahrscheinlich

    Nach dem Alcon-Deal schliesst Vasella kleinere Zukäufe nicht aus. Allerdings betont er: "Grossakquisitionen erachte ich als höchst unwahrscheinlich." Kein Thema sind eine Aufstockung der Beteiligung an der Konkurrentin Roche: "Dann müssten wir den übrigen Aktionären eine Offerte unterbreiten. Das liegt sicher nicht drin."

      Den Aktionären von Novartis stellt Vasella einen
Dividendenanstieg in Aussicht: "Ich gehe davon aus, dass wir
voraussichtlich eine bessere Dividende vorschlagen können", sagt er
in dem TV-Interview. "Ich kann mir vorstellen, dass man auch wieder
ein Aktienrückkauf aufnimmt. Zuerst wollen wir aber unsere Schulden
abbauen."

    Verständnis für Ärger wegen Millionensaläre - Gegen Lohnobergrenzen

    Zur Debatte rund um die Boni- und Millionensaläre in der Schweiz erklärt Vasella, er könne nachvollziehen, dass sich die Leute über Millionensaläre ärgerten. Doch es gebe einen offenen Wettbewerb um die Spitzenpositionen. "Jeder kann meinen Posten kriegen." Kein Thema ist die Anpassung der Bonisysteme analog jener der UBS. Kein Verständnis hat Vasella indes für die Forderung nach Lohnobergrenzen. Die Schweiz müsste sich genau überlegen, was solche Obergrenzen für den Wirtschaftsstandort Schweiz für Folgen hätte. Eine Verlegung des Hauptsitzes ins Ausland könne in einem solchen Fall nicht ausgeschlossen werden. "Aber ich will das nicht als Drohung verstehen. Mein Wunsch ist es, dass der Standort Schweiz auch in Zukunft attraktiv bleibt für alle", sagt er in der TV-Sendung Handelszeitung-Börsenstandpunkte weiter.

    Moderiert wird die stündige Sendung von Martin Spieler, Chefredaktor der "Handelszeitung"."Handelszeitung-Börsenstandpunkte" wird im Rahmen von PresseTV auf SF zwei am Samstag, 29. November 2008, 21.55 Uhr sowie am Sonntag, 30. November 2008, 17.00 Uhr, auf SF zwei ausgestrahlt.

    Wiederholung SF info am Samstag, 6. Dezember 2008 stündlich ab 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Kontakt:
Weitere Auskünfte erteilt:

Martin Spieler, Chefredaktor "Handelszeitung", Zürich
Tel. 043  444 59 00