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Private-Equity Studie von Coller Capital und LAVCA: Anleger weltweit zeigen sich bullish für neue Private Equity-Märkte in Lateinamerika

London (ots) -

   - Ein Drittel der bestehenden Private Equity-Anleger (Limited 
     Partners, LPs) erhöhen ihre Neuengagements in 
     lateinamerikanisches Private Equity (PE)
   - Als besonders attraktiv beurteilen LPs das Risiko-Ertrags-Profil
     für PE in Mexiko, Peru und Kolumbien
   - Mehr als die Hälfte der Anleger in lateinamerikanisches PE 
     rechnen mit Nettorenditen von 16% oder darüber
   - Politisches Klima, Dealflow (Investmentmöglichkeiten) und 
     Einstiegsbewertungen zeigen sich seit 2012 als zunehmend 
     herausfordernd
   - Internationale und heimische PE-Anleger bevorzugen bei ihren 
     Beteiligungszielen sehr unterschiedliche Branchen 

Laut der zweiten jährlichen Umfrage von Coller Capital gemeinsam mit der Latin American Private Equity & Venture Capital Association (LAVCA) zum lateinamerikanischen Private-Equity-Markt, dem Latin American Private Equity Survey, beobachten die Anleger insgesamt eine Verbesserung des Risiko-Ertrags-Verhältnisses für lateinamerikanisches Private Equity (PE). Die Bedingungen in Brasilien erweisen sich allerdings als schwierig. Nach Ansicht der LPs verbessert sich Risiko-Rendite-Verhältnis in Mexiko, Peru und Kolumbien, weshalb mehr als die Hälfte der LPs diese Länder in den nächsten beiden Jahren als äußerst attraktive Investitionsmärkte erachten.

Diese positive Einschätzung spiegelt sich in den Renditeerwartungen der Anleger wider: die überwiegende Mehrheit (56%) der in- und ausländischen Investoren rechnen bei lateinamerikanischem PE insgesamt mit jährlichen Nettorenditen von 16% oder darüber. Nahezu drei Viertel der LPs erwarten, dass ihre Private-Equity-Beteiligungen in Mexiko, Peru und Kolumbien jährliche Nettorenditen von 16% und mehr erzielen werden. Die Hälfte der LPs verspricht sich ein ähnliches Ertragsniveau in Brasilien und Chile.

Entsprechend beabsichtigen mehr als ein Drittel (35%) der bestehenden Investoren, ihre Neuengagements in lateinamerikanisches PE zu erhöhen. Fonds mit Schwerpunkt Mexiko werden besonders davon profitieren. Während derzeit nur 15% der in lateinamerikanisches Private Equity investierten Anleger in Mexiko-spezifischen Private-Equity-Fonds engagiert sind, planen 39% der LPs, in den nächsten drei Jahren neu in Fonds mit Schwerpunkt Mexiko zu engagieren.

Auch wenn die lateinamerikanische Wachstumsstory insgesamt - selbst im Vergleich zu anderen Schwellenmärkten für Private-Equity-Anleger - als äußerst attraktiv gilt, äußern LPs die Ansicht, dass die Herausforderungen seit letztem Jahr zugenommen haben, insbesondere im Hinblick auf das politische Klima, den Dealflow und die Einstiegsbewertungen in der Region.

Erwin Roex, Partner bei Coller Capital, meint zur Studie: "Diese Erkenntnisse bekräftigen die Anlagemöglichkeiten in lateinamerikanisches Private-Equity. Trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten einzelner Märkte gilt die Region sowohl bei heimischen als auch bei internationalen LPs als attraktiv, was nicht zuletzt in den sehr hohen Renditeerwartungen zum Ausdruck kommt. Die neueren PE-Märkte in Mexiko, Peru und Kolumbien werden als besonders attraktiv angesehen."

LAVCA Präsidentin Cate Ambrose meint zur Studie: "Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die LPs ein zunehmend umfassenderes Bild von der Region haben. Die Anleger gewinnen allmählich ein differenzierteres Verständnis der sich in Lateinamerika bietenden Anlagemöglichkeiten. Die Ergebnisse lassen für die PE-Märkte eine zunehmende Zuversicht bezüglich der mittel- bis langfristigen Erwartungen erkennen"

Vielversprechende Branchen bei lateinamerikanischem Private Equity

Bei der Einschätzung der Attraktivität von einzelnen Sektoren in Lateinamerika gibt es merkliche Unterschiede zwischen heimischen und internationalen Anlegern. Weitaus mehr lateinamerikanische als internationale LPs sind der Ansicht, dass die Sektoren Fertigung/Logistik und Immobilien die attraktivsten Anlagechancen für PE-Fonds bieten. Im Vergleich dazu erachten die internationalen LPs den Öl- und Gassektor als besonders attraktiv. Einig sind sich in- und ausländische LPs jedoch darin, dass die Sektoren Konsumgüter und Einzelhandel in den nächsten drei Jahren für PE-Beteiligungen besonders aussichtsreich sind.

Zugang der Anleger zu lateinamerikanischem Private Equity

Nur wenige LPs (ganze 10%) setzen Berater oder Gatekeeper zur Unterstützung bei der Wahl von lateinamerikanischen Private-Equity-Fonds ein. Fonds mit pan-regionalem Bezug sind sowohl bei in- als auch ausländischen Anlegern nach wie vor die beliebteste Methode, um sich in lateinamerikanischem Private-Equity-Beteiligung zu engagieren. 59% der LPs investieren zur Zeit auf diese Weise, und 70% der Anleger erwarten, dass dies in den nächsten drei Jahren der Fall sein wird.

Umwelt-, Sozial- und Governance-Anlagekriterien (ESG)

Nachhaltigkeitserwägungen spielen bei den Anlageentscheidungen der LPs in lateinamerikanisches Private Equity eine bedeutende Rolle: Drei Viertel der LPs geben an, dass ESG-Faktoren ihre Fondsauswahl in Lateinamerika wesentlich beeinflussen, und 28% der LPs müssen bei ihren Anlagemandaten direkte Nachhaltigkeitsbeschränkungen einhalten.

Weitere Ergebnisse der Studie:

Die Ausgabe 2013 des Latin American Private Equity Survey analysiert auch die Meinungen der Anleger über:

   - Angestrebte Allokationen für Private Equity, Immobilien und 
     Hedgefonds
   - Die Herausforderungen, denen sich LPs gegenüber sehen, die 
     erstmals eine Private-Equity-Investition in der Region erwägen
   - Direkt- und Co-Investitionen von LPs
   - Zu erwartende Veränderungen in Bezug auf Exitkanäle für 
     lateinamerikanisches PE
   - Die Wahrscheinlichkeit, dass ein LP in den ersten 
     Lateinamerika-Fonds eines General Partners (GPs) investiert 

Hinweise für Journalisten

   - LPs (Limited Partners) sind Anleger in Private-Equity-Fonds.
   - GPs (General Partners) sind Manager von Private-Equity-Fonds.
   - Private Equity (PE) wird als Oberbegriff für Wagniskapital-, 
     Wachstumskapital-, Buyout- und Mezzanine-Investitionen 
     verwendet.
   - Internationale Investoren sind in dieser Umfrage LPs mit Sitz 
     außerhalb von Lateinamerika. 

Das Latin American Private Equity Survey von Coller Capital und LAVCA ist eine einzigartige Momentaufnahme der Trends bei lateinamerikanischem Private Equity. Es bietet einen jährlichen Überblick über die Pläne und Meinungen von institutionellen Anlegern in Private-Equity-Fonds. Diese Investoren aus Lateinamerika, Nordamerika, Europa und dem Asien-Pazifik-Raum bilden eine repräsentative Stichprobe von LPs, die in lateinamerikanisches PE investieren.

Die Studie erfasste im Juni-Juli 2013 die Meinungen von 105 Private-Equity-Anlegern aus der ganzen Welt. Die Ergebnisse der Umfrage sind im globalen Maßstab für die LP-Gesamtheit repräsentativ bezüglich Standort der Anleger, Art der Investoren, gesamtes Fondsvolumen und Umfang der Erfahrung mit Private-Equity-Investments.

Über Coller Capital

Coller Captital, gegründet 1990, ist weltweit als Investor auf dem Sekundärmarkt für Private Equity führend - beim Erwerb von Anteilen an Private-Equity-Fonds von den ursprünglichen Erstanlegern und der Übernahme von Unternehmensportfolios von Eigentümern oder Geldgebern von Unternehmen. Die Niederlassungen des Unternehmens in London, New York und Hongkong investieren weltweit. Der Umfang der Einzelinvestitionen bewegt sich im Bereich von 1 Million bis über 1 Mrd. US-Dollar .Die von Coller Capital betreuten Sekundärmarktfonds verfügen zusammen über Anteile in über 300 Primärmarktfonds und 2500 Privatunternehmen weltweit.

Im Juli 2012 schloss der sechste Fonds von Coller Capital, Coller International Partners VI, mit Kapitalzusagen von 5,5 Mrd. US-Dollar von mehr als 200 der weltweit führenden institutionellen Anleger.

Zu den jüngsten Investitionen gehören: Transaktionen mit den börsennotierten Private-Equity-Unternehmen SVG Capital und 3i (die jeweils eine Auszeichnung im Rahmen der Preisverleihung "Europäisches Geschäft des Jahres 2009" erhielten); eine Transaktion 2010 im Umfang von 480 Millionen britische Pfund mit der Lloyds Banking Group (die ebenfalls eine Auszeichnung bei der Preisverleihung "Europäisches Sekundärmarktgeschäft des Jahres" erhielt); der Erwerb mehrerer Portfolios im Wert von über 350 Millionen US-Dollar von Crédit Agricole im Jahr 2011 und 2012; und die Zusage zur Finanzierung des Kaufs eines Private-Equity-Portfolios 1,9 Milliarde US-Dollar von der Lloyds Banking Group im Jahr 2012 (die auch eine Auszeichnung fuer "Europäisches Sekundärmarktgeschäft des Jahres" erhielt).

Im Jahre 2013 erhielt Coller Capital die Auszeichnung "Europäisches Sekundärmarktunternehmen des Jahres" von Financial News. 2012 zeichnete Real Deals das Unternehmen als "Sekundärmarkthaus des Jahres" aus.

Über LAVCA

Die Latin American Private Equity & Venture Capital Association (LAVCA) ist eine gemeinnützige Mitgliederorganisation, deren Ziel die Förderung des Wachstums von Private Equity und Wagniskapital in Lateinamerika und in der Karibik ist. 150 Unternehmen sind derzeit Mitglied bei der LAVCA - von führenden globalen Investmentgesellschaften, die in der Region tätig sind, bis hin zu lokalen Fondsmanagern von Mexiko bis Argentinien. Die Mitgliedsfirmen kontrollieren ein Vermögen von über 50 Mrd. $, welches der Kapitalisierung und der Entwicklung von lateinamerikanischen Unternehmen dient.

Kontakt:

Volker Northoff
Northoff.Com Public Relations
Frankfurt/Main
+49 (0)69/408980-00
info@northoff.com



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