EANS-Adhoc: Nordex schließt 2011 im Plan ab und hat schwarze Zahlen im Visier • Umsatz um 5% auf EUR 921 Mio. gesunken • EBIT vor Einmaleffekten EUR -10,3 Mio. • Rohertragsmarge durch Kostensenkungen stabil • Liquidität um 50% auf EUR 212 Mio. ...

   

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vorläufiger Jahresabschluss 2011

28.02.2012

Nach dem vorläufigen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 hat die
Nordex-Gruppe (ISIN: DE000A0D6554) ihre aktuelle Planung im abgeschlossenen Jahr
erreicht. Im November 2011 hatte der Nordex-Vorstand einen rückläufigen Umsatz
und einen operativen Verlust in Höhe von rund EUR 10 Mio. für das Gesamtjahr
angekündigt.  Der um 5% auf EUR 921 Mio. gefallene Umsatz resultierte vor allem
aus Projektverschiebungen in Südeuropa und der relativ schwachen Ausgangslage
zum Beginn des Jahres 2011. Der Auftragsbestand lag Anfang 2011 bei EUR 411 Mio.
Zudem reduzierte sich der Auftragseingang aus China im Jahresverlauf um 80%, in
der Folge ging der Umsatz in Asien um 57% zurück. Dagegen hat sich das
Umsatzvolumen in den USA verdoppelt, das konnte aber den Rückgang in den anderen
Regionen nicht vollständig kompensieren.

Dem allgemeinen Preisrückgang in der Windindustrie konnte Nordex durch ein
umfassendes Kostensenkungsprogramm, mit dem der Turbinenhersteller seine
Produktkosten bis Ende 2012 um bis zu 15% reduzieren will, teilweise ab-federn.
So lag die Rohertragsmarge weiterhin auf einem Niveau oberhalb von 25%.
Gleichzeitig sind die Strukturkosten um 16,9% auf EUR 264,2 Mio. ge-stiegen
(Vorjahr: EUR 219,6 Mio.). Verbunden mit dem Umsatzrückgang be-lastete diese
Entwicklung das operative Ergebnis. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Einmalaufwendungen betrug EUR -10,3 Mio. (Vorjahr: EUR 40,1 Mio.). Hierauf hat
Nordex Ende 2011 mit einem weiteren Kostensenkungspro-gramm reagiert, dass die
Strukturkosten um EUR 50 Mio. reduzieren soll. Im Rahmen dieser Maßnahmen sind
253 Vollzeitstellen gestrichen worden. Dies führte zu Einmalaufwendungen in Höhe
von EUR 13,1 Mio. Zudem wurden Entwicklungsaufwendungen von EUR 6,3 Mio. für
eine Offshore-Turbine nicht aktiviert. Nordex befindet sich derzeit in
Gesprächen mit potenziellen Partnern, um seine Geschäftseinheit "Offshore" in
ein Gemeinschaftsunternehmen einzubringen. Die Gespräche sind derzeit aber noch
nicht soweit fortgeschritten, dass die Einbringung unmittelbar bevorsteht. Das
EBIT nach Einmalaufwendungen beträgt damit in Summe EUR -29,7 Mio.

Die Liquidität des Konzerns ist im Jahr 2011 um 50% auf EUR 212 Mio. ge-stiegen
(Vorjahr: EUR 141 Mio.). Dabei lag die Netto-Verschuldung bei EUR 18,8 Mio.
(Vorjahr: Netto-Liquidität EUR 24,3 Mio.). Der operative Cashflow betrug EUR
-43,3 Mio. (Vorjahr: EUR 20,3 Mio.) und war vor allem durch hohe Lagerbestände
für kurzfristige Lieferungen in den USA verursacht. Im zweiten Halbjahr 2011
erreichte Nordex einen positiven operativen Cashflow von EUR 79,1 Mio. (30.6.11:
EUR -122,4 Mio.). 

Mit dem um 32% auf EUR 1,1 Mrd. gestiegenen Auftragseingang erhöhte sich auch
der Bestand fest finanzierter Aufträge um 70% auf EUR 698 Mio. (Vorjahr: EUR 411
Mio.). Auf dieser Basis geht der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr von
einem Umsatzwachstum auf EUR 1,0 Mrd. bis EUR 1,1 Mrd. aus. Abhängig von
Umsatzvolumen und der weiteren Entwicklung der Turbinenpreise erwartet Nordex
eine Ebit-Marge zwischen 1 bis 3%. Durch ein verbessertes
Working-Capital-Management soll der operative Cashflow zum Jahresende 2012
positiv ausfallen. Dabei geht Nordex von einem stärkeren Umsatz im zweiten
Halbjahr aus und erwartet bis zum Sommer 2012 eine steigende Kapitalbindung.


Rückfragehinweis:
Ralf Peters
Head of Corporate Communication
Tel.: +49 (0)40 300 30 15 22
rpeters@nordex-online.com

Ende der Mitteilung                               euro adhoc 
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Emittent:    Nordex SE
             Langenhorner Chaussee 600
             D-22419 Hamburg
Telefon:     +49 (0)40 30030-1000
FAX:         +49 (0)40 30030-1101
Email:    info@nordex-online.com
WWW:      http://www.nordex-online.com
Branche:     Alternativ-Energien
ISIN:        DE000A0D6554, DE0000A0D66L2
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