Pharmion Corporation

Pharmion reicht Anmeldung für Genehmigung der europäischen Vermarktung von Thalidomid Pharmion(R) für unbehandeltes multiples Myelom ein

    Boulder, Colorado (ots/PRNewswire) -

    - Überlebensvorteil nach 21 Monaten nachgewiesen, wenn Thalidomid zu Pflegestandard hinzugegeben wird

    - Eingereichte Unterlagen basieren auf vier Phase-III-Studien mit mehr als 1400 Patienten

    Die Pharmion Corporation (Nasdaq: PHRM) meldete heute die Einreichung einer Anmeldung für die Genehmigung der Vermarktung (Marketing Authorization Application, MAA) von Thalidomid Pharmion für die Behandlung von unbehandeltem multiplem Myelom in der Europäischen Union (EU) bei der European Medicines Agency (EMEA). Die eingereichten Unterlagen umfassen Details des Pharmion Risk Management Programme (PRMP) als Voraussetzung für die Auslieferung nach Genehmigung von Thalidomid Pharmion.

    "Die Einreichung dieser Unterlagen stellt für Pharmion einen bedeutenden Meilenstein dar. Wir freuen uns darauf, mit der EMEA, sowie Patientengruppen und Organisationen Thalidomid geschädigter im Laufe des Regulierungsprozesses zusammenzuarbeiten", sagte Patrick J. Mahaffy, Präsident und Chief Executive Officer von Pharmion. "Die Daten für Thalidomid für die Behandlung unbehandelten multiplen Myeloms sind äusserst positiv, und wir sind der Überzeugung, dass dies der Zeitpunkt ist, dieses sehr wichtige und weitläufig eingesetzte Arzneimittel unter Aufsicht der Regulierungsbehörden zu stellen."

    In der EU leiden ca. 82.000 Menschen am multiplen Myelom, der zweithäufigsten Form von Blutkrebs, und jedes Jahr werden in der EU ca. 25.000 Patienten mit multiplem Myelom diagnostiziert.

    "Unsere Daten zeigen einen signifikanten Vorteil, wenn Thalidomid zur heutigen Standardpflege bei unbehandelten älteren Patienten mit multiplem Myelom hinzugegeben wird", sagte Philippe Moreau, klinischer Professor an der Nantes Faculty of Medicine und Vorsitzender der Intergroup Francophone du Myelome (IFM). "Auf der Basis dieser Daten und vor allem dem beispiellosen Vorteil für die 21-monatige Überlebensrate, der für den Thalidomid-Arm nachgewiesen wurde, sind wir der Überzeugung, dass Thalidomid, Melphalan und Prednison zeitnah die Referenztherapie für diese Patientenpopulation werden sollten. Wir hoffen, dass die EMEA schnell agiert, um diese sehr kritische Therapie zu genehmigen", fügte er hinzu.

    Thalidomid Pharmion wurde in der EU als "Orphan Medicinal Product" für die Behandlung von multiplem Myelom zugelassen. Bei Genehmigung ist das Arzneimittel zu zehnjähriger Marktexklusivität für die genehmigten Indikationen berechtigt.

    Die Anwendung basiert auf einem Paket klinischer Daten, das sich aus vier Studien mit mehr als 1400 Patienten zusammensetzt. Zu diesen Studien, die sowohl First-Line- als auch Induktionstherapie umfassen, zählen:

@@start.t1@@      - IFM 99-06, eine von IFM durchgeführte dreiarmige Studie, die die
         Überlegenheit von Melphalan/Prednison plus Thalidomid (MPT) gegenüber
         einer Standardtherapie von Melphalan/Prednison (MP) oder einer
         Kombination von Chemotherapien (Vinicristin/Adriamyzin/Dexamethason,
         oder VAD) gefolgt von Melphalan und Transplantation (MEL 100) bei der
         Behandlung neu diagnostizierter älterer Patienten mit multiplem Myelom
         nachweist. Insgesamt wurden 447 Patienten auf die drei Behandlungsarme
         randomisiert. Im Anschluss an eine Zwischenanalyse wurde die
         Rekrutierung aufgrund einer Empfehlung des Data Safety Monitoring Board
         (DSMB) der Studie gestoppt. Bei der abschliessenden Analyse lag der
         Mittelwert für die allgemeine Überlebensrate im MPT-Arm bei ca. 53,6
         Monaten, verglichen mit jeweils 32,2 und 38,6 Monaten für die MP- und
         MEL 100-Arme. Die Thalidomidbehandlung wurde vom Grossteil der
         Patienten gut vertragen. Die Thalidomidkombination wurde mit einem
         höheren Auftreten von Venenthrombosen und Lungenembolien in
         Zusammenhang gebracht. Patienten, denen Thalidomid verabreicht wurde,
         unterlagen auch einem grösseren Risiko für periphere Neuropathie,
         Neutropenie und Verstopfung.(1)
      - Eine von der italienischen Forschungsgruppe Gruppo Italiano Malattie
         Ematologiche dell'Adulto (GIMEMA) durchgeführte Studie wies ebenfalls
         die Überlegenheit von Melphalan/Prednison plus Thalidomid gegenüber
         Melphalan/Prednison alleine nach. In der randomisierten Studie von MPT
         gegenüber MP alleine mit 255 älteren Patienten hatte MPT eine
         überlegene Reaktionsrate und eine signifikant höhere zweijährige
         ereignislose Überlebensrate (54 Prozent gegenüber 27 Prozent).(2)
      - MM-003, eine multinationale, Placebo-kontrollierte, randomisierte
         Phase-III-Studie mit 470 Patienten, die von der Celgene Corporation
         gesponsert und von Pharmion unterstützt wurde, verglich Thalidomid plus
         Dexamethason gegenüber Dexamethason und Placebo bei neu
         diagnostizierten Patienten. Im Dezember 2005 überprüfte ein Independent
         Data Monitoring Committee die Daten als Teil einer vorspezifizierten
         Zwischenanalyse und kam zu dem Schluss, dass die Studie angehalten
         werden solle, da die Abbruchregel für die Wirksamkeit von p<0,0015 für
         den primären Endpunkt der Zeit zum Erkrankungsfortschritt erreicht
         worden war. Bei der endgültigen Analyse wurde ausserdem eine
         signifikante (p=0,001) Verbesserung der Reaktionsrate bei Thalidomid
         plus Dexamethason von 69,4 Prozent nachgewiesen, verglichen mit 51,1
         Prozent bei Dexamethason mit Placebo. Von den mit Thalidomid
         behandelten Patienten wiesen 43,8 Prozent eine "Sehr gute" oder
         "Vollständige" Reaktion auf, verglichen mit 15,8 Prozent im Placebo-Arm
         (p<0,0001). Die Zeit zum Erkrankungsfortschritt lag bei 97,7 Wochen,
         verglichen mit 28,3 Wochen.(3)
      - Eine Phase-III-Studie, die von der Eastern Cooperative Oncology Group
         (ECOG) durchgeführt wurde, verglich bei mehr als 200 Patienten
         Thalidomid plus Dexamethason mit Dexamethason alleine. Die Studie wies
         nach vier Monaten einen statistisch signifikanten Unterschied bei den
         Reaktionsraten von 61,6 Prozent für Thalidomid plus Dexamethason
         gegenüber 39,6 Prozent für Dexamethason alleine (p=0,001) auf.@@end@@

    Das Unternehmen hat eine Genehmigung für die folgenden Indikationen beantragt: Thalidomid Pharmion in Kombination mit Melphalan und Prednison für die Behandlung von Patienten mit unbehandeltem multiplem Myelom ab einem Alter von 65 Jahren, bzw. die für hochdosierte Chemotherapie nicht in Frage kommen, und Thalidomid Pharmion in Kombination mit Dexamethason für Induktionstherapie vor hochdosierter Chemotherapie und Knochenmarktransplantation für die Behandlung von Patienten mit unbehandeltem multiplem Myelom. Thalidomid muss über das Pharmion Risk Management Programme verschrieben und ausgegeben werden.

    Thalidomid Pharmion ist in Australien, Neuseeland, der Türkei, Israel, Südkorea und Thailand für die Behandlung von multiplem Myelom nach dem Fehlschlagen von Standardtherapien genehmigt.

    In Märkten, in denen Thalidomid Pharmion nicht genehmigt ist, wie z.B. in der EU, wird Thalidomid Pharmion derzeit für namentlich registrierte Patienten bei der Behandlung von Härtefällen und in Frankreich im Rahmen einer Autorisation Temporaire d'Utilisation (ATU) ausgegeben, während das Unternehmen die Genehmigung beantragt. Pharmion ist ausserhalb der USA der einzige Anbieter von Thalidomid und unterhält ein umfassendes Sicherheitsprogramm. Das Unternehmen halt die exklusiven Vermarktungs- und Vertriebsrechte der Celgene Corporation für Thalidomid in Märkten ausserhalb von Nordamerika, Japan und bestimmten anderen asiatischen Ländern. Im Mai 2006 wurde Thalomid(R) (Thalidomid) von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) in Kombination mit Dexamethason für die Behandlung von neu diagnostizierten multiplen Myelomen genehmigt.

BOULDER, Colorado, January 23 /PRNewswire/ --

    Sicherheitsinformationen

    Teratogenische Wirkungen:

    Wenn Thalidomid während der Schwangerschaft eingenommen wird, kann es schwerwiegende Geburtsschäden oder den Tod des ungeborenen Babys verursachen. Selbst eine einmalige Dosis (eine Kapsel), die von einer schwangeren Frau während der Schwangerschaft eingenommen wird, kann schwere Geburtsschäden beim Kind hervorrufen. Thalidomid sollte niemals von Frauen genommen werden, die schwanger sind oder werden könnten. Männliche und weibliche Patienten müssen die Verhütungsmassnahmen des Pharmion Risk Management Programme einhalten.

    Zu den häufigen unerwünschten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Einnahme von Thalidomid in Kombination mit anderen Anti-Myelom-Therapien zählen u.a.: tiefe Venenthrombose, Verstopfung, periphere Ödeme, Tremor, Schwindelgefühle, Ermüdung, Asthenie, Somnolenz, periphere Neuropathie, Neutropenie, Lymphopenie, Leukopenie, Anämie, Thrombozytopenie, Parästhesie und Dysästhesie. Zu den ernsthaften oder schweren Reaktionen im Zusammenhang mit Thalidomid zählen: tiefe Venenthrombose und Lungenembolie, Bradykardie, Apoplexie, Peritonitis, orthostatische Hypotension und ernsthafte Hautreaktionen, zu denen u.a. das Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse zählen. Wird Thalidomid in Kombination mit anderen Anti-Myelom-Therapien verschrieben, sollte eine Thromboprophylaxe vorgenommen werden. Periphere Neuropathie ist eine potenziell ernsthafte Nebenwirkung der Behandlung mit Thalidomid, die zu irreversiblen Schäden führen kann. Thalidomid kann ausserdem eine bestehende Neuropathie potenziell verschlimmern und sollte daher nicht bei Patienten mit klinischen Anzeichen oder Symptomen peripherer Neuropathie eingesetzt werden, sofern die klinischen Vorteile die Risiken nicht übersteigen. Symptome können eine Weile nach Beendigung der Behandlung mit Thalidomid auftreten und können langsam oder gar nicht abklingen. Thalidomid führt häufig zu Schläfrigkeit, Somnolenz und Sedation. Patienten sollten angewiesen werden, Situationen zu vermeiden, in denen Schläfrigkeit ein Problem sein könnte.

    Informationen zum Multiplen Myelom

    Beim Multiplen Myelom (auch als Myelom oder Plasmozytom bekannt) handelt es sich um eine Form von Blutkrebs, bei der eine Überproduktion bösartiger Plasmazellen im Knochenmarkt stattfindet. Plasmazellen sind weisse Blutkörperchen, welche die Produktion von Antikörpern, sog. Immunglobulinen, unterstützen. Diese wiederum sind für die Bekämpfung von Infektionen und Krankheiten zuständig. Bei den meisten Patienten mit Multiplem Myelom sind jedoch Zellen vorhanden, die eine für den Körper schädliche Form von Immunglobulinen, das Paraprotein oder M-Protein, produzieren. Darüber hinaus werden die normalen Plasmazellen sowie andere, für das Immunsystem wichtige weisse Blutkörperchen durch die bösartigen Plasmazellen ersetzt. Multiple Myelomzellen können auch andere Körpergewebe wie z. B. Knochen befallen und Tumore hervorrufen. Die Ursache dieser Krankheit ist nach wie vor unbekannt.

    Informationen zu Pharmion

    Pharmion ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Akquisition, Entwicklung und Kommerzialisierung innovativer Produkte für die Behandlung hämatologischer und onkologischer Patienten in den USA, Europa und dem übrigen internationalen Markt spezialisiert hat. Pharmion ist mit einigen Produkten auf dem Markt, zu denen auch das weltweit erste zugelassene epigenetische Arzneimittel, Vidaza(R), ein Medikament, das die Demethylierung von DNA bewirkt, gehört. Weitere Informationen zu Pharmion finden Sie auf der Unternehmenswebsite unter www.pharmion.com.

@@start.t2@@      Literaturnachweise
      1.  Facon et al. Daten liegen vor.
      2.  Palumbo, A, et al. 2006. Oral melphalan and prednisone chemotherapy
            plus thalidomide compared with melphalan and prednisone alone in
            elderly patients with multiple myeloma: a randomized controlled trial
            (Orale Melphalan- und Prednison-Chemotherapie plus Thalidomid im
            Vergleich mit Melphalan und Prednison alleine bei älteren Patienten
            mit multiplem Myelom: eine randomisierte kontrollierte Studie):
            Lancet 367,825-831.
      3.  Rajkumar et al. J Clin Oncol. 2006; 24 (185): 7517 und Daten, die bei
            der Jahreskonferenz und Ausstellung der American Society of
            Hematology 48th in Orlando vorgestellt wurden, 2006.
      4.  Rajkumar SV, Blood E, Vesole D et al. The Phase III clinical trials
            of thalidomide plus dexamethasone compared to dexamethasone alone in
            newly diagnosed multiple myeloma patients: A clinical trial
            coordinated by the Eastern Cooperative Oncology Group. (Die
            klinischen Phase-III-Studien von Thalidomid plus Dexamethason im
            Vergleich zu Dexamethason alleine bei neu diagnostizierten Patienten
            mit multiplem Myelom: Eine von der Eastern Cooperative Oncology Group
            koordinierte klinische Studie) J Clin Oncol. 2006; 24(3):431-6.@@end@@

    "Safe Harbor"-Erklärung nach dem "Private Securities Litigation Reform Act" von 1995: Diese Pressemitteilung enthält zukunftsorientierte Aussagen, die die gegenwärtigen Überzeugungen und Erwartungen des Managements zum Ausdruck bringen. Solche Aussagen basieren auf gegenwärtigen Erwartungen und unterliegen einer Vielzahl bekannter und unbekannter Risken und Unsicherheiten, die dazu führen, dass sich die zukünftigen Ergebnisse, Leistungen und Errungenschaften von Pharmion wesentlich von den Ergebnisse, Leistungen und Errungenschaften, die in solchen zukunftsorientierten Aussagen explizit oder implizit zum Ausdruck gebracht werden, abweichen. Zu den wichtigen Faktoren, die zu derartigen Abweichungen führen oder beitragen könnten, zählen der regulatorische Status und der Zeitpunkt von Genehmigungen von Thalidomid durch Regulierungsbehörden; die Auswirkungen des Wettbewerbs anderer Produkte, die von Wettbewerbern Pharmions in der EU angeboten werden; das Regulierungsumfeld und Änderungen an Gesundheitsrichtlinien und -strukturen diverser Länder; Akzeptanz und Nachfrage nach neue pharmazeutischen Produkten und neuen Therapien; Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fähigkeit Pharmions, Marktexklusivität in Mitgliedstaaten der EU durchzusetzen; Versagen von Drittherstellern bei der rechtzeitigen Produktion der erforderlichen Produktionsmengen, Änderungen von Wechselkursen und andere Faktoren, die in den von Pharmion bei der U.S. Securities and Exchange Commission eingereichten Unterlagen erörtert werden. Zukunftsweisende Aussagen sind nur für den Zeitpunkt gültig, an dem sie gemacht werden, und Pharmion übernimmt keinerlei Verantwortung, zukunftsweisende Aussagen öffentlich zu aktualisieren oder zu überarbeiten, ganz gleich ob aufgrund neuer Informationen, zukünftiger Entwicklungen oder anderer Faktoren.

    Website: http://www.pharmion.com

ots Originaltext: Pharmion Corporation
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch

Pressekontakt:
Breanna Burkart oder Anna Sussman, Direktoren, Investor Relations und
Corporate Communications von Pharmion Corporation, +1-720-564-9150



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