Initiative "Partner für Innovation"

Impulskreis Energie der "Partner für Innovation" veröffentlicht Zwischenbilanz
Intelligente Ideen für die Energien der Zukunft

    Berlin (ots) - Energieeffiziente Schulsanierung, Strohheizkraftwerke oder neue Konzepte für die Hochtemperatur-Brennstoffzellentechnik: Diese und 22 weitere Beispielprojekte für die Energien von morgen erarbeitet der Impulskreis Energie der Initiative "Partner für Innovation" seit Mai 2004. Am heutigen Dienstag zogen die Experten aus Energiewirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in Stuttgart eine erfolgreiche Zwischenbilanz.

    "Schon im ersten Jahr der Zusammenarbeit ist ein umfangreiches Paket von Maßnahmen, Bewertungen und Empfehlungen entstanden, das die Disziplin 'Energie' in Deutschland zielgerichtet voranbringen kann", sagte Jürgen Hogrefe, Generalbevollmächtigter der EnBW Energie Baden-Württemberg AG und Leiter des Impulskreis Energie. Das Ziel des Expertengremiums unter der Leitung der EnBW: neue Konzepte und Ideen für die Energiegewinnung und -wandlung von morgen zu entwickeln und umzusetzen. Hogrefe: "Innovationen sind gefragt, wenn Umweltverträglichkeit, Sicherheit, Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Energie auch in Zukunft und auch für die nicht industrialisierten Länder gewährleistet werden sollen."

    Die neu entwickelten Projekte der Energiespezialisten, dokumentiert in einer Zwischenbilanzbroschüre, umfassen dabei alle Felder der Erzeugung und des Verbrauchs von Energie - von der Emissionsminderung und Effizienzsteigerung bis hin zu erneuerbaren Energien und Stromsparen. Vier Beispielprojekte, die teilweise bereits realisiert wurden oder kurz vor der Umsetzung stehen:

    Beispielprojekt 1: Energieeffiziente Schulsanierung

    Energiesparen nach Stundenplan: Die Innovationsidee

    "Energieeffiziente Schulsanierung" visualisiert Maßnahmen zur Gebäudesanierung und erweitert den Schulunterricht um ein praktisches Element. Zunächst stehen verschiedene bundesweite Sanierungskonzepte wie eine Plus-Energie-Schule und eine 3-Liter-Haus-Schule auf dem Programm, bevor die Ergebnisse und Erfahrungen aus diesen Projekten zusammengefasst und dokumentiert werden. Anschließend soll eine Plattform für Information und Kommunikation den Wissenstransfer stärken.

    Beispielprojekt 2: Hochtemperatur-Brennstoffzelle HotModule

    HotModule heißt die hocheffiziente Brennstoffzelle des Herstellers MTU CFC Solutions für den Einsatz in Industrie und Gewerbe. Mit rund 47 Prozent liegt ihr Wirkungsgrad um etwa ein Drittel höher als der eines Motor-Blockheizkraftwerks. Ein besonderes Merkmal des HotModule ist seine Flexibilität hinsichtlich des verwendeten Brennstoffs: Neben Erdgas können zum Beispiel auch Biogase verwendet werden. RWE Fuel Cells plant, Ende 2005 das erste biogasbetriebene HotModule zu liefern. In einem in Europa bislang einmaligen Projekt wird bereits seit diesem Sommer eine HotModule-Anlage der RWE Fuel Cells in Ahlen mit Klärgas betrieben.

    Beispielprojekt 3: Strohheizkraftwerk - Energie vom Getreidefeld

    Der Brennstoff Stroh könnte kurz- bis mittelfristig eine wirtschaftliche Alternative zur Holznutzung sein. Für den kostengünstigen und umweltfreundlichen Einsatz dieses Energieträgers entwickelt eine Fachgruppe um Prof. Dr. Martin Kaltschmitt, Geschäftsführer des Instituts für Energetik und Umwelt Leipzig und Mitglied des Impulskreis Energie, neue Anlagetechnologien weiter. Ziel ist es, ein Strohheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von bis zu 20 MW zu errichten und zu betreiben. So können die Voraussetzungen für eine weitergehende Nutzung des Energieträges Stroh geschaffen werden.

    Beispielprojekt 4: Systematische Biomassenutzung

    In vielen Produktionsbereichen in Land- und Forstwirtschaft, Lebensmittel- und Holzindustrie fallen Reststoffe aus naturbelassener Biomasse an, die energetisch genutzt werden könnten. Die Fachgruppe will die Verknüpfung von industriellen und kommunalen Versorgungslösungen und dieser Biomassereststoffe unterstützen: Angedacht ist es, ein Netzwerk hoch wirtschaftlicher örtlicher Kreisläufe mit Beispielcharakter in verschiedenen Bundesländern, Branchen und technischen Konstellationen zu schaffen und umzusetzen. Ein gesamtheitlicher Kreislauf mit Biomasse, Kraftwärme-Kopplung, Pelleterzeugung und Contracting ist bereits erfolgreich in Betrieb in Buchenbach/Freiburg. Die Anlage wurde mit dem Deutschen Contracting Award 2004 prämiert.

    Die "Partner für Innovation": Ideen erfolgreich machen

    In der Initiative "Partner für Innovation" bündeln seit März 2004 mehr als 300 Experten die Innovationskraft ihrer Unternehmen und Institutionen. Mit vereinten Kräften arbeiten sie daran, gute Ideen schnellstmöglich umzusetzen und so Deutschlands Position im internationalen Wettbewerb zu behaupten. Verschiedene Wachstumsfelder wie Energie, Nanotechnologie oder Mobilität stehen dabei im Fokus von 15 Fachgruppen, den so genannten Impulskreisen.


ots Originaltext: Initiative "Partner für Innovation"
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Pressekontakt:

Informationen zu den Projekten der Fachgruppe Energie:

Dr. Harald Bradke
Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung - Fh-ISI
Breslauer Straße 48
76139  Karlsruhe
Tel.:  0721/6809-153; Fax:    0721/6809-272
E-Mail: h.bradke@isi.fraunhofer.de

Jürgen Hogrefe
Generalbevollmächtigter der
EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Schiffbauerdamm 1
D-10117 Berlin
Tel.: 030-23455 110
Fax: 030-23455 190
E-Mail: j.hogrefe@enbw.com

Informationen zur Initiative "Partner für Innovation":

Lars M. Heitmüller
Pressebüro der "Partner für Innovation"
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