Allianz Suisse

Allianz Suisse bietet Versicherungsbetrügern erfolgreich die Stirn

Zürich (ots) - Versicherungsmissbrauch ist nach wie vor weit verbreitet: Nach Schätzungen von Versicherungsexperten beruhen rund zehn Prozent der Schadenzahlungen auf betrügerischen Forderungen. Die Allianz Suisse setzt sich seit Jahren entschieden gegen Betrug zur Wehr.

Kaum ist das neue iPhone in den Verkaufsregalen, häufen sich bei der Allianz Suisse die Schaden- oder Verlustmeldungen von alten Geräten. Nach dem Winterurlaub in der Karibik wird der teure Nerzmantel als gestohlen gemeldet - und das trotz angenehmen 30 Grad vor Ort. Oder das gepflegte Liebhaberfahrzeug mit einem Wert von über 100'000 Franken wird als gestohlen gemeldet. Bis das wertvolle Gefährt einen Tag später durch Interpol im Ausland sichergestellt wird und sich erstaunlicherweise eine Schlüsselkopie im Fahrzeug befand. Beispiele aus der Praxis die zeigen, mit welchen Mitteln versucht wird, die eigene Versicherung zu betrügen. Mittlerweile existieren im Internet sogar zahlreiche Foren, die Anleitungen zum "perfekten" Versicherungsbetrug geben. Die Methoden der Betrüger werden immer raffinierter - allerdings auch die Methoden zur Betrugsbekämpfung der Versicherer.

Entschiedenes Vorgehen trägt Früchte

Gegen 1'100 so genannter Dubiosfälle werden durch die Spezialistinnen und Spezialisten im Fachbereich Bekämpfung Versicherungsmissbrauch der Allianz Suisse jährlich bearbeitet - und in rund 75 Prozent der Fälle erfolgt der Betrugsnachweis. Im Jahr 2011 konnte die Allianz Suisse so unberechtigte Schadenforderungen im unteren zweistelligen Millionenbereich abwehren. Die Mehrheit der Betrugsfälle fallen dabei in den Bereich der Motorfahrzeug-Versicherungen, wo die Allianz Suisse zu den grössten Versicherern der Schweiz zählt. Alleine hier wurden betrügerische Forderungen in der Höhe von rund 15 Millionen Franken abgewehrt.

Weiter sind Betrugsversuche im Bereich der Unfall- und Krankenversicherung alltäglich: Die Allianz Suisse war letztes Jahr mangels fehlender Rechtsgrundlage von Zahlungen zurückgetreten, die zusammengezählt deutlich mehr als 4 Millionen Franken ergaben. Die Ermittlungen werden aber keineswegs nur auf Fälle mit grossen Summen fokussiert, sondern in erster Linie aufgrund vorliegender Verdachtsmomente ausgelöst. So ist zum Beispiel die Anzahl von fiktiven Einbruchdiebstählen markant gesteigen. "Wenn es zu einem Betrugsversuch kommt, werden wir diesen mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit aufdecken. Das sind wir der grossen Mehrheit unserer ehrlichen Kunden einfach schuldig", betont Jörg Zinsli, Leiter Schaden der Allianz Suisse. Ein Versicherungsbetrüger schade vor allem der Versicherungsgemeinschaft, die den Betrug über die Prämien mitfinanzieren müsse.

Mit Menschenverstand und modernster Technologie

Um den Betrügern die Stirn zu bieten, baut die Allianz Suisse auf eine professionelle Einheit zur Bekämpfung des Versicherungsmissbrauchs (BVM). Deren Kern besteht aus hochqualifizierten Spezialisten und Kriminalistikexperten, welche sich nebst ihrer kriminalistischen Erfahrung und "Spürnase" auf modernste digitale Analysetechniken stützen. Daten und gefälschte Dokumente können bei berechtigten Zweifeln anhand neuester digitaler Analysetechniken schneller und effizienter auf Betrugsversuche untersucht werden. Aber auch der reine Menschenverstand trägt erfolgreich zur Betrugsbekämpfung bei: So gehen Sachbearbeiter, die jeden Tag mit den Schadenmeldungen zu tun haben, immer sensibler mit der Thematik und sind mittlerweile der grösste Erfolgsfaktor in der Betrugserkennung. "Deshalb fördern wir auch intern den Austausch immer stärker", sagt Zinsli.

Internetforen werden intensiv beobachtet

Mittlerweile kursieren auch in zahlreichen Internetforen Anleitungen zum scheinbar "perfekten" Versicherungsbetrug. Aber auch hier warnt die Allianz Suisse, denn die Foren werden intensiv beobachtet und aus den Anleitungen neue Erkenntnisse für die Betrugsbekämpfung gewonnen. Laut Zinsli haben die Spezialisten aber noch keine Betrugsmuster registriert, die ihnen nicht ohnehin bereits bekannt waren. Wenn im Internet eine aussergewöhnliche Betrugsanleitung auftaucht, könnten diese aber durchaus mit aktuellen Schadenmeldungen abgeglichen werden.

Kein Kavaliersdeklikt

Grundsätzlich gilt: Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt und zieht entsprechende Konsequenzen nach sich. Im Versicherungsvertragsgesetz ist klar festgehalten, dass die Versicherung von einem Vertrag zurücktreten kann, wenn jemand betrügerische Forderungen stellt. Überdies muss ein Versicherungsbetrüger damit rechnen, dass sein Verhalten strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht. Das schweizerische Strafgesetzbuch sieht dabei vor, dass im Betrugsfall sogar Gefängnisstrafen ausgesprochen werden können, die oft bis zu einigen Jahren ausfallen. Und auch Forenbetreiber stiften rein rechtlich gesehen zu einer Straftat an - nämlich Betrug.

Kontakt:

Hans-Peter Nehmer
Tel.: +41/58/358'88'01
E-Mail: hanspeter.nehmer@allianz-suisse.ch

Bernd de Wall
Tel.: +41/58/358'84'14
E-Mail: bernd.dewall@allianz-suisse.ch


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