Biologiezentrum (UZA I), Universität Wien

Grander-Wasser: Vertriebsfirma verurteilt

Irreführung der Konsumenten mit "belebtem Wasser" Wien (ots) - Die Neuseeländische Vertriebsfirma der aus Tirol stammenden GRANDER(R)-Produkte wurde am Hamilton District Court wegen Irreführung der Konsumenten zu einer Strafe von 60.000 NZD verurteilt. Zusätzlich muss die Firma 68.000 NZD Schadenersatz an die geprellten Kunden sowie 8.000 NZD an Gerichtskosten bezahlen. Objektive Test zeigten, dass sich mit der GRANDER(R)-"Technologie" angeblich "belebtes" Wasser nicht von normalem Leitungswasser unterschied. Laut Richterin Merilena Burnett enthält das GRANDER(R)-Werbematerial "Inkonsistenzen, Quacksalberei und Pseudowissenschaft". Deborah Battell, Fair Trading-Direktor der NZ Commerce Commission, fordert die Konsumenten auf, skeptisch zu sein und bei ungewöhnlich klingenden Versprechungen ihrem Hausverstand zu vertrauen. "Einige der Behauptungen über belebtes Wasser waren mehr als sonderbar", so Battell. "Wenn Firmen Versprechungen über ihre Produkte nicht handfest beweisen können, sollten sie nicht damit handeln". Bereits seit Jahren wissen österreichische Wissenschaftler und Konsumentenschützer von der Wirkungslosigkeit der GRANDER(R)-Geräte: "Es ist mir ein Rätsel, dass diese Geräte in Österreich noch immer vertrieben werden dürfen", so Dr. Erich Eder, Lektor an der Universität Wien. Der kürzlich mit dem Förderungspreis der Stadt Wien ausgezeichnete Hydrobiologe steht in der Causa Grander vor Gericht - wegen der Aussage, die kommerzielle Nutzung der GRANDER(R)-Technologie "grenze an Betrug". Eder sieht seine Meinung im Neuseeländischen Urteil bestätigt. Quellen: New Zealand Commerce Commission, 26.7.2005 http://www.comcom.govt.nz/MediaCentre/MediaReleases/200506/ http://homepage.univie.ac.at/erich.eder/wasser Rückfragehinweis: Dr. Erich Eder Biologiezentrum (UZA I) Fakultät für Lebenswissenschaften Universität Wien Althanstr. 14 1090 Wien Tel.: (01) 4277 / 54496 Mobil: 0650 / 87 211 87 mailto:erich.eder@univie.ac.at OTS0150 2005-09-05/14:38 ots Originaltext: Biologiezentrum (UZA I), Universität Wien Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.ch

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