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sgv: Hilfe für die UBS nicht auf Kosten der KMU

Bern (ots) - Der Schweizerische Gewerbeverband sgv, die grösste Wirtschaftsorganisation unseres Landes, kann die Stützungsmassnahmen, die der Bund und die Nationalbank zugunsten der UBS getroffen haben, aus volkswirtschaftlicher Sicht nachvollziehen. Er ist jedoch erstaunt über das Vorgehen der Grossbank, die ihre Notlage nur schrittweise aufgedeckt hat. Für die heute beschlossene Hilfe spricht aus der Sicht des sgv in erster Linie die Bedeutung des Finanzplatzes für die schweizerische Volkswirtschaft. Allerdings ist jeglicher Staatsinterventionismus im Grundsatz äusserst kritisch zu beurteilen. Ein zweiter "Fall Swissair" darf sich unter keinen Umständen wiederholen. Der sgv ist nur bereit, diese "Kröte" zu schlucken, wenn im Gegenzug die Saläre und Entschädigungen der UBS-Manager massiv nach unten angepasst werden. Alles andere würde von unseren KMU-Vertretern nicht verstanden. Als Richtgrösse soll dabei das Einkommen der Bundesräte gelten. Der sgv stellt zugleich kritisch fest, dass sich die öffentliche Hand nun ausgerechnet für jene Finanzinstitute engagiert, die seit Jahren bei der Kreditvergabe an die KMU sehr strenge Massstäbe anlegen und von diesen zugleich ein striktes Risiko-Management verbunden mit aufwändigen Revisionspraktiken verlangen, die weit über die gesetzlichen Vorgaben gehen. Die gezielte KMU-Förderung durch die Behörden bleibt hingegen allzu oft ein blosses Lippenbekenntnis. Jüngstes Beispiel dafür ist die geplante Erhöhung der Vermögenssteuer für Besitzer von Kleinfirmen, welche die KMU enorm belasten wird. Der sgv fordert deshalb den Bundesrat auf, im Sinne der ausgleichenden Gerechtigkeit und angesichts der aktuellen konjunkturellen Unsicherheit alles zu unternehmen, um die steuerlichen und administrativen Belastungen für die KMU zu vermindern. ots Originaltext: sgv Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Hans-Ulrich Bigler Direktor sgv Tel.: +41/79/285'47'09

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