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PwC-Studie: "Lohnkosten steigen, Produktivität sinkt"
Key trends in human capital 2012 - A global perspective

Zürich (ots) - Mitarbeiter von europäischen Unternehmen sind weniger produktiv als vor einem Jahr. Die Produktivität ist so tief wie seit fünf Jahren nicht mehr. Ein Stellenabbau in den tieferen Lohngruppen hat zu steigenden Personalkosten geführt. Zudem droht zukünftig ein Mangel an Talenten, weil Unternehmen immer weniger junge Bewerber anstellen. Das zeigt die PwC-Studie "Key trends in human capital 2012 - A global perspective", für die Angaben von 2'400 Unternehmen in über 50 Ländern ausgewertet wurden.

Im Jahr 2011 ist die Produktivität der Mitarbeiter stark gesunken. Sie ist so tief wie seit fünf Jahren nicht mehr. Gleichzeitig stiegen die Personalkosten seit 2009 sprunghaft um rund 16 Prozent auf rund 55'000 USD pro Mitarbeiter. Der Anstieg kommt daher, dass Unternehmen während der Krise weniger Personal der tieferen Lohngruppen rekrutiert haben. Der Prozentsatz der Mitarbeiter mit weniger als zwei Jahren Erfahrung ist auf 22 Prozent gefallen. "Die Unternehmen beschäftigen nun überproportional viele erfahrene Mitarbeiter mit höherem Gehalt, und das in einer Phase, in der wenig bis gar kein Wachstum zu erwarten ist", erklärt Charles Donkor, Partner Human Capital Consulting bei PwC Schweiz. Das Ergebnis ist eine viel geringere Rendite aus den Personalinvestitionen in Westeuropa: Die Arbeitgeber erwirtschaften für die Investition von einem Dollar den Gegenwert von 1.11 USD.

Auf individuelle Situation eingehen

Als Gegenmassnahme sollten Unternehmen ihre Managementprozesse verbessern, sodass die Mitarbeiter auf allen Stufen ihre Leistung erbringen. Die Prozesse müssen eine klare Unterscheidung zwischen stärkeren und schwächeren Leistungsträgern ermöglichen und diese jeweils entsprechend belohnen. Dafür müssen aber die Unternehmen verstehen, was die Mitarbeiter wollen, was ihnen wichtig ist und wie sie motiviert werden können. "Gerade angesichts des tiefen Wachstums müssen Unternehmen den grösstmöglichen Nutzen aus ihren Personalinvestitionen erzielen", so Charles Donkor. "Das ist nur möglich, wenn die Personalrichtlinien für die verschiedenen Teile der Belegschaft angepasst werden." Die Mitarbeiter, die langfristig in ihrer heutigen Rolle bleiben, müssten neu motiviert werden. Angestellte, die kurz vor dem Ruhestand stehen, brauchen spannende Optionen. Jüngere Arbeitnehmer wiederum wünschen sich klar definierte Entwicklungsmöglichkeiten und flexible Vergütungspakete.

Die USA und Asien liegen vorn

Verbesserungen sind nicht nur aus Sicht der einzelnen Unternehmen wichtig, sondern der gesamten Wirtschaftsregion. Europäische Unternehmen liegen hinter amerikanischen und asiatischen, was die Gewinnmaximierung aus den Personalinvestitionen angeht. Zwar ist auch in den USA ein gewisser Rückgang festzustellen. Dennoch holen amerikanische Unternehmen 20 Prozent mehr Gewinn aus jedem in das Personal investierten Dollar als beispielsweise britische.

Neben steigenden Lohnkosten dürften sich die Personalentscheide während des Wirtschaftsabschwungs auch anderweitig negativ bemerkbar machen. Dass Unternehmen in letzter Zeit stark auf Erfahrung anstelle von Jugend gesetzt haben, hat sich kurzfristig ausgezahlt. Auf die zukünftige Talentkette wirkt sich das aber negativ aus.

Die PwC-Publikation kann als PDF bei Claudia Sauter bezogen werden.

Kontakt:

Charles Donkor	
Partner Human Capital Consulting
PwC Schweiz
E-Mail: charles.donkor@ch.pwc.com

Claudia Sauter
Communications Director
PwC Schweiz
E-Mail: claudia.sauter@ch.pwc.com



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