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PwC-White Paper «Zukunft Personalisierte Medizin - Managed Care als Einstieg?»
Managed Care ja, aber - Zweifel erschweren Durchbruch

Zürich (ots) - Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung möchte nicht in einem Managed-Care-Modell versichert sein. Die Hälfte ist allerdings der Meinung, dass Managed Care zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen beitragen könnte. Die Verunsicherung hinsichtlich der Wirkung von Managed-Care-Modellen ist gross. Das geht aus einer Umfrage hervor, die gfs Bern im Auftrag von PwC durchgeführt hat. Die Umfrageresultate werden gemeinsam mit einem White Paper von PwC zur Zukunft des Gesundheitswesens publiziert. Das White Paper belegt, dass aktuelle Trends unabhängig von der Kostendiskussion Ärzte, Spitäler und Versicherungen zu enormen Anpassungen zwingen werden. Diese bieten jedoch die Chance, das Gesundheitswesen effizienter zu gestalten und qualitativ zu verbessern. Managed Care könnte dafür ein erster Schritt sein.

Eine aktuelle Umfrage von gfs Bern im Auftrag von PwC Schweiz hat ergeben, dass 57 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz selbst nicht in Managed-Care-Modellen versichert sein möchten. Die Hälfte der Bevölkerung glaubt aber, dass diese Modelle zur Kostendämpfung und einer besseren Qualität in der Gesundheitsversorgung beitragen können. Die Befragten bevorzugen ein Ärztenetz mit frei wählbaren externen Spezialisten gegenüber fixen Ärztenetzen, in denen die Spezialisten fest integriert sind. Eine Erhöhung des Selbstbehaltes für Versicherte, die an der freien Arzt- und Spitalwahl festhalten wollen, wird kritisch beurteilt. 37 Prozent begrüssen einen gesenkten Selbstbehalt auf 7,5 Prozent für Personen in Managed-Care-Modellen.

An der Umfrage, die vom 2. bis 18. August durchgeführt wurde, nahmen 1000 stimmberechtigte Personen aus allen Landesteilen teil. Die Ergebnisse zeigen, dass hinsichtlich der Auswirkungen von Managed-Care-Modellen eine grosse Verunsicherung vorherrscht.

White Paper: Personalisierte Medizin verändert den Markt Mittel- und langfristig werden durch die "Personalisierte Medizin" Herausforderungen auf den Gesundheitsbereich zukommen. "Die zukünftige Entwicklung im medizinischen Bereich wird durch die fortschreitende Digitalisierung und die neuen Erkenntnisse in der Gen- und Proteinforschung getrieben. Diese verspricht effizientere, auf das Individuum zugeschnittene Therapien, Früherkennung und Prävention", erklärt Rodolfo Gerber, Leiter Gesundheits-wesen PwC Schweiz. "Eine solche Personalisierte Medizin stellt die meisten Leistungserbringer im Gesundheitswesen - Ärzte, Spitäler, Apotheken, Pflegedienste, Versicherer und Behörden - vor ganz neue Aufgaben."

In der Schweiz sind dafür grosse Anpassungen und ein fundamentales Umdenken notwendig. PwC, die international zu den drei wichtigsten Beratungsfirmen im Gesundheitswesen zählt und über ein ausgebautes Netzwerk von weltweit über 5000 Experten verfügt, hat im White Paper "Zukunft Personalisierte Medizin - Managed Care als Einstieg?" zusammengestellt, wo in den nächsten Jahren in verschiedenen Bereichen dringlicher Handlungsbedarf besteht. Die Rahmenbedingungen für die Gesundheitsversorgung müssen ändern und dem Patienten mehr Entscheidungsfreiheit und Selbstverantwortung bei der Wahl von Therapien und für seine Gesundheitsversorgung geben. Mit klugen Solidaritätsmechanismen gilt es gleichzeitig zu verhindern, dass eine Zweiklassenmedizin entsteht, die die Gesellschaft spaltet.

Die Entwicklung zur "Personalisierten Medizin" wird die Kostenfrage neu stellen. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass die Medizin der Zukunft teurer sein muss. Im Gegenteil, an verschiedensten Orten zeichnen sich erhebliche Potenziale zur Verbesserung der Effizienz ab. Noch viel ausgeprägter als beim derzeitigen Ansatz von Managed-Care-Modellen werden umfassende Überlegungen für eine Qualitäts- und Kostenoptimierung in den Vordergrund rücken. Managed Care kann daher für viele Akteure im Gesundheitswesen eine Gelegenheit sein, Organisationsformen und Betreuungsmodelle zu erproben, die in der Zukunft als Folge der "Personalisierten Medizin" ohnehin wichtig werden. Im Gegensatz zu Managed Care ist in der "Personalisierten Medizin" aber der Patient mit seinen Wünschen und Entscheiden die zentrale Orientierungsgrösse.

Kontakt:

Rodolfo Gerber		
Leiter Gesundheitswesen
PwC Schweiz
E-Mail: rodolfo.gerber@ch.pwc.com

Claudia Sauter
Communications Director
PwC Schweiz
E-Mail: claudia.sauter@ch.pwc.com


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