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PwC-Studie "12th Global CEO Survey" - CEOs sehen Chancen für die Zukunft

    Zürich/Davos (ots) - Das Vertrauen der CEOs in die weitere Entwicklung der Wirtschaft ist durch die Rezession massiv gesunken. Die Führungskräfte rechnen nur mit einer schrittweisen Erholung in den nächsten drei Jahren. Weltweit geben 21 Prozent der CEOs (2008: 50 Prozent) an, sie seien sehr zuversichtlich für ein Wirtschaftswachstum in den nächsten zwölf Monaten. 29 Prozent der CEOs zeigen sich pessimistisch, was die Aussichten für das kommende Jahr anbetrifft. Diese Ergebnisse gehen aus der Studie "12th Global CEO Survey" von PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor, die am Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellt wurde. Für die Studie wurden 1'124 CEOs in 50 Ländern befragt.

    Die Auswirkungen der Rezession sind für 85 Prozent der weltweit befragten CEOs das gegenwärtig bestimmende Anliegen. Als weitere Risikofaktoren für die Unternehmen werden Verwerfungen auf den Kapitalmärkten (72 Prozent), Überregulierung (55 Prozent), steigende Energiekosten (50 Prozent) sowie die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitnehmern (46 Prozent) genannt. Der durch die Krise ausgelöste Pessimismus zeigt sich in allen geografischen Regionen, allen Branchen und auf sämtlichen Stufen der wirtschaftlichen Entwicklung. "Die Geschwindigkeit und die Intensität der Rezession hat die CEOs auf der ganzen Welt überrascht", bestätigt Markus R. Neuhaus, CEO von PricewaterhouseCoopers Schweiz. "Die Führungskräfte sind besorgt um das unmittelbare Überleben ihrer Unternehmen, und selbst in den aufstrebenden Volkswirtschaften kämpfen unterdessen viele Unternehmen mit Themen wie Kreditgesuchen, schleppenden Kapitalmärkten und sinkender Nachfrage", ergänzt er.

    Lang anhaltende Rezession erwartet

    15 Prozent der CEOs in Nordamerika und 15 Prozent in Westeuropa äussern sich zuversichtlich zu den Wachstumsaussichten für die nächsten zwölf Monate. 21 Prozent sind es in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Mittel- und Osteuropa, 31 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum und 21 Prozent in Lateinamerika. Die meisten Führungskräfte erwarten jedoch eine lang anhaltende Rezession: Nur 34 Prozent (2008: 42 Prozent) sind zuversichtlich für ein Wirtschaftswachstum in den nächsten drei Jahren. "Die Auswirkungen und die Dauer der Rezession sind nur sehr schwer vorherzusagen", kommentiert Markus R. Neuhaus. "Die CEOs suchen nun einen Mittelweg, um die Herausforderungen der Krise erfolgreich zu überstehen und gleichzeitig für einen wirtschaftlichen Umschwung gewappnet zu sein."

    Qualifizierte Mitarbeitende als Schlüsselfaktor

    Für 79 Prozent der befragten CEOs sind die Rekrutierung und die Treue von qualifiziertem Personal längerfristig entscheidend für nachhaltiges Wachstum. 69 Prozent konstatieren einen Mangel an topqualifizierten Bewerbern. Dementsprechend haben im Wettbewerb um die besten Talente die Rekrutierung und die Integration von jüngeren Arbeitnehmern hohe Priorität. Mit attraktiven Karrierewegen und der Schaffung einer flexiblen, sozialen Arbeitsumgebung soll laut den befragten CEOs dieser Engpass überwunden werden. 35 Prozent der CEOs gehen im kommenden Jahr von einem gleichbleibenden Personalbestand aus, 26 Prozent planen eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl.

    Eigeninitiative und Kritik an den Regierungen

    Weltweit betonen die CEOs, in der Rezession ihre Unternehmen gezielt auf einen wirtschaftlichen Aufschwung vorbereiten zu wollen. Bei mehr als 80 Prozent der Befragten sind Massnahmen zur Senkung der Energiekosten und Optimierung der Betriebsabläufe bereits angelaufen. Mehr als die Hälfte gibt an, zur Verringerung von Abhängigkeiten nach alternativen Energiequellen zu suchen oder in neue Technologien zu investieren. Die befragten CEOs sind ebenfalls bereit, für eine Lösung der Probleme konstruktiv mit den Regierungen zusammenzuarbeiten: Während 55 Prozent nach wie vor die Überregulierung als Hindernis für das Wachstum kritisieren, ist fast die Hälfte der Ansicht, dass die Behörden nicht genug unternehmen, um qualifizierte Arbeitskräfte zu gewährleisten. 38 Prozent finden, ihre Regierung müsse mehr zur Verbesserung der Infrastruktur unternehmen. Weiter befürworten mehr als 80 Prozent der CEOs eine konsequente Politik zur Bekämpfung des Klimawandels, aber nur 28 Prozent glauben, dass ihre Regierung solche Massnahmen einleiten werde.

    Die PwC-Publikation kann als PDF-File bei Claudia Sauter bezogen werden.

ots Originaltext: PricewaterhouseCoopers AG
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Markus R. Neuhaus
CEO PricewaterhouseCoopers Schweiz
E-Mail: markus.neuhaus@ch.pwc.com

Claudia Sauter
Communications Senior Manager
E-Mail: claudia.sauter@ch.pwc.com



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