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PwC-Studie: Mehr Steuereinnahmen durch einfachere Systeme

PwC-Studie "Paying Taxes - The Global Picture"

Die Schweiz besitzt eines der besten Steuersysteme weltweit

    Zürich (ots) - Weltweit sind die Steuersysteme zu komplex, und vielfach ist nicht bekannt, wie viele Steuern Unternehmen insgesamt tatsächlich zahlen. Die in 175 Ländern durchgeführte Studie "Paying Taxes - The Global Picture" von PricewaterhouseCoopers und der Weltbank kommt zum Schluss, dass hohe Körperschaftsteuersätze nicht immer zu einem insgesamt grösseren Steueraufkommen führen. Das Hauptaugenmerk sollte nicht allein auf den Körperschaftsteuersatz, sondern auf die in der Summe eingenommenen Unternehmenssteuern gerichtet werden. Das Schweizerische Steuersystem gehört zu den am einfachsten verständlichen der Welt. In der Schweiz wenden Unternehmen durchschnittlich 68 Stunden für die Einhaltung der Steuervorschriften auf - das weltweite Mittel beträgt 332 Stunden pro Jahr.

    Staat und Industrie können aus einer Zusammenarbeit Vorteile ziehen, wenn die Steuersysteme vereinfacht werden und die Steuererhebung verbessert wird. Dies gilt vor allem für Entwicklungsländer, in denen die Schattenwirtschaft beträchtlich und die Steuerhinterziehung ein gravierendes Problem ist. Hier bietet sich für viele Länder die praktische Möglichkeit, von den Erfahrungen des jeweils anderen Landes zu lernen. Gemäss der Studie gehört das schweizerische Steuersystem zu den verständlichsten der Welt. Die Schweiz rangiert diesbezüglich unter den untersuchten 175 Ländern auf Platz sieben, nach den Malediven, Irland, Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Hongkong und Saudi-Arabien.

    Am niedrigsten sind die Steuersätze im Nahen Osten und in Nordafrika, am höchsten in Schwarzafrika, wo Unternehmen durchschnittlich mehr als 60 Prozent ihres Gewinns als Steuern abführen. In der Schweiz beträgt der Steuersatz 24,9 Prozent vom Gewinn - die Schweiz liegt damit weltweit auf dem 10. Rang nach den Malediven, Vanuatu, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman, Samoa, Sambia, Kambodscha und Mauritius. "Allerdings beträgt der Anteil der Gewinnsteuern an den gesamten Steuereinahmen in der Schweiz lediglich 12,5 Prozent.  Auch darf nicht übersehen werden, dass die Fiskalquote in unserem Land über die letzten Jahre sich insgesamt stetig etwas erhöhte", präzisiert Armin Marti, Partner und Leiter Corporate Tax von PricewaterhouseCoopers Zürich.

    Schweizerisches Steuersystem vorbildlich

    In den meisten Ländern stellt die Einhaltung der administrativen Steuervorschriften ein echtes Problem für die Unternehmen dar. Die Untersuchung von 175 Volkswirtschaften ergab, dass Unternehmen jedes Jahr im Durchschnitt eine 35-seitige Steuererklärung abgeben, um den Vorschriften zu genügen. Die Schwankungsbreite zwischen einzelnen Ländern ist jedoch enorm. In Kamerun umfasst die durchschnittliche Jahressteuererklärung für Unternehmen 172 Seiten, in Österreich 17 Seiten. Weltweit wenden Firmen im Schnitt 332 Stunden pro Jahr für die Einhaltung sämtlicher Steuervorschriften auf. Dabei reicht die Bandbreite von 2'600 Stunden in Brasilien bis zu 68 Stunden in der Schweiz. "Steuersysteme können einen signifikanten ökonomischen Einfluss darauf haben, wo multinationale Konzerne investieren. In der Schweiz sind die Steuervorschriften sehr effektiv, das ist ein grosser Vorteil. Davon profitieren sowohl der Staat, für den sich das Steueraufkommen erhöht, als auch die Unternehmen, die die Vorschriften leichter befolgen können", erläutert Armin Marti.

    Erhöhung der Transparenz zentral für Steuerreform

    Die Erhöhung der Transparenz ist ein elementarer Bestandteil einer Steuerreform. Diskussionen zu diesem Thema legen den Schwerpunkt oft auf die Höhe der Körperschaftsteuersätze. Wie die Studie zeigt, ist die Körperschaftsteuer nur ein kleiner Teil der von den Unternehmen getragenen Gesamtsteuerlast. Andreas Staubli, Partner Steuer- und Rechtsberatung von PricewaterhouseCoopers Schweiz, meint dazu: "Der Staat und die Finanzbehörden sollten die relative Komplexität bestehender Steuersysteme prüfen und diskutieren, welche Vorteile in einer Herabsetzung der Steuersätze und einer Vereinfachung der administrativen Prozesse mit dem Ziel einer grösseren Steuerehrlichkeit liegen könnten. Unternehmen müssen ihrerseits offener über die von ihnen entrichteten Steuern Bericht erstatten. Wenn die gesamte Steuerbelastung eines Unternehmens deutlich wird, so fördert dies ein verbessertes steuerliches Risikomanagement und hilft gleichzeitig dem Staat und den Stakeholdern von Unternehmen, sich des Gesamtbeitrags bewusst zu werden, den Unternehmen zu den öffentlichen Finanzen beitragen."    

    Die PwC-Studie kann als PDF-File bei Claudia Sauter-Steiger bezogen werden.

ots Originaltext: PriceWaterhouseCoopers AG
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:

Armin Marti
PricewaterhouseCoopers
Partner, Leiter Corporate Tax
E-Mail: armin.marti@ch.pwc.com

Andreas Staubli
PricewaterhouseCoopers
Partner Steuer- und Rechtsberatung
E-Mail: andreas.staubli@ch.pwc.com

Claudia Sauter-Steiger
Public Relations
E-Mail: claudia.sauter@ch.pwc.com



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