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PwC-Studie "HealthCast 2020: Creating a Sustainable Future" - Ungebrochenes Kostenwachstum im Gesundheitswesen

Das Schweizer Gesundheitswesen steht zunehmend unter internationalen Einflüssen

    Zürich (ots) - Die zunehmende Globalisierung zeigt auch im Gesundheitswesen Auswirkungen. Die aktuellen Diskussionen um die Behandlung von Schweizer Grundversicherungspatienten im grenznahen Deutschland sind eine Folge davon und hinterlassen ihre Spuren. Denn gerade diese vermehrte internationale Durchlässigkeit bei vergleichbarer Qualität der Leistung wird zum Anpassungsdruck im Schweizer Gesundheitswesen beitragen. Die Gesundheitskosten werden sich bis ins Jahr 2020 weltweit auf CHF 12,5 Billionen verdrei-fachen und dabei in den USA etwa 21 Prozent und in den übrigen OECD-Staaten 16 Prozent des Bruttoinlandproduktes ausmachen. Die Herausforderung zur Schaffung eines nachhaltigen Gesundheitssystems besteht darin, die Bevölkerung zu kontrollierbaren Kosten mit sicheren und qualitativ hoch stehenden Gesundheitsleistungen zu versorgen. Auch in der Schweiz stellt sich die Frage, wie ein solches System gesteuert werden kann. Diese Erkenntnisse gehen aus der Studie "HealthCast 2020: Creating a Sustainable Future" von PricewaterhouseCoopers hervor.

      Weltweit lassen sich viele Gesundheitsversorgungssysteme in den
nächsten 15 Jahren nicht mehr wie bis anhin weiterführen. Faktoren
wie Kostensteigerung, Alterung der Bevölkerung und Anspruchsinflation
der Patienten werden verschiedene Länder in eine ausweglose Situation
führen, in der die Gesundheitsversorgung nicht mehr im herkömmlichen
Mass sichergestellt werden kann. Gesundheitsbehörden,
Krankenversicherungen und Leistungserbringer im Gesundheitswesen
schauen sich zunehmend nach Erfahrungen und Lösungen im weltweiten
Kontext um. Die weltweiten Trends machen vor der Schweiz nicht Halt.
"Wenn es im grenznahen Ausland vergleichbare Leistungen deutlich
günstiger gibt als im Inland, müssen wir unsere Strukturen anpassen,
um wettbewerbsfähig zu bleiben oder uns durch Alleinstellungsmerkmale
auszeichnen", sagt Hans-Peter Münger, Teamleiter Schweiz bei
PricewaterhouseCoopers im Gesundheitsbereich. "Diese neuerliche Runde
von Strukturbereinigungen wird uns noch Kopfzerbrechen bereiten. Sie
ist jedoch im Interesse der Kosteneindämmung eine Notwendigkeit. Wer
das Verhalten der Patienten im Bereich der freiwilligen
Gesundheitsversorgung beobachtet, stellt fest, dass die
Internationalisierung eine Tatsache ist."

    Die Schlüsselerkenntnisse der Studie sind:

    - Beschleunigtes Kostenwachstum, nicht konstante Steigerung: Behörden, Spitäler und Ärzte haben es am ehesten in der Hand, unnötige Ausgaben zu vermeiden.

    - Gemeinsame Finanzierungsverantwortung für Private und staatliche Stellen: 75 Prozent der Befragten waren der Auffassung, dass sich eine geteilte Finanzierungsverantwortung zwischen Patient, Krankenkasse und Staat auch langfristig bewährt.

    - Nachfragemanagement hat grosses ungenutztes Potenzial, weil präventive Strategien und ein durchdachtes Fallmanagement zu wenig konsequent angewandt werden. Weiter wird eine ungenügende Zusammenarbeit zwischen verschiedenartigen Leistungserbringern als wichtige Quelle von Ineffizienz genannt.

    - Nachfrage nach patientenbestimmten Angeboten wächst: Vielerorts steigt der Anteil der individuellen Kostenbeteiligung. Daher wollen Patienten zunehmend die "Gegenleistung" sehen und eine transparente Auflistung erhalten.

    - IT als wichtige Basis für bessere Lösungen, jedoch nicht als Lösung an sich. Die grosse Mehrheit der Befragten erwartet, dass vernetzte Informatiklösungen entscheidend an die Integration verschiedener Leistungsanbieter und die Verfügbarkeit der patientenbezogenen Information beitragen.

    Hintergrundinformationen zur Studie

    Die Studie "HealthCast 2020: Creating a Sustainable Future" stellt die Resultate einer breit angelegten Befragung bei 578 Regierungsvertretern, Führungskräften von Spitälern und Krankenversicherern sowie bedeutenden Arbeitgebern und Forschern zur Nachhaltigkeit in der Gesundheitsversorgung dar. Mit mehr als 120 Führungskräften und Behördenvertretern in 15 Ländern, darunter Deutschland, Grossbritannien, Niederlande, Australien, Indien, Japan, Kanada, Mittlerer Osten, Südafrika und Vereinigte Staaten, führte PricewaterhouseCoopers weiterführende Gespräche.

    Das Executive Summary der Studie "HealthCast 2020: Creating a Sustainable Future" kann in Form eines PDF-Files bei tabea.howald@ch.pwc.com, Telefon 058/792'76'96, bestellt werden. Die gedruckte Gesamtstudie kann man ab 10. Januar bei Tabea Howald anfordern.

ots Originaltext: PricewaterhouseCoopers AG
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Hans-Peter Münger
PricewaterhouseCoopers
Director, Wirtschaftsberatung
E-Mail: hans-peter.muenger@ch.pwc.com

Claudia Steiger
PricewaterhouseCoopers
Public Relations
E-Mail: claudia.steiger@ch.pwc.com



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