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PricewaterhouseCoopers - Internationale Verflechtung als stärkste Veränderungskraft in der Schweizer Wirtschaft

Regulierungswellen, grenzüberschreitende Transaktionen, Headquarter-Verlegungen und Öffnung der Märkte sind die Trends für die Schweiz

Stärkere Internationalisierung verändert auch Prüfungs- und Beratungsfirmen und deren Geschäftsfeld

Regulierung stellt immer höhere Anforderungen      Zürich (ots) - "Die
immer grössere Komplexität - dies hören wir immer wieder als Sorge
Nummer eins von Kaderleuten in der Schweiz. Getrieben wird diese
Komplexität von der internationalen Verflechtung des
Wirtschaftsgeschehens. Die Regulierungswellen, die die Unternehmen
beschäftigen, sind letztlich auch in diesem Zusammenhang zu sehen",
so Markus Neuhaus, CEO von PricewaterhouseCoopers Schweiz. Für die
meisten Schweizer Unternehmen, die international ausgerichtet sind,
wird das neue Revisionsgesetz und Aktienrecht laut PwC keine
wesentlichen Überraschungen bringen. Vieles, was in den nächsten
Monaten als Schweizer Gesetz umgesetzt wird, ist zum Beispiel in dem
für an der US-Börse kotierte Unternehmen relevanten
Sarbanes-Oxley-Act bereits geregelt. "Unsere eigene Antwort als
Unternehmen auf die neuen Regeln besteht in einer klaren
Segmentierung in Prüfungskunden, denen wir im vorgegebenen Rahmen
Beratungsleistungen anbieten und Firmen, die wir nicht revidieren und
denen wir unser ganzes Spektrum an Beratungsleistungen anbieten."
Verschiedene neue Regeln sind aus unternehmerischer Sicht als
Investition in Transparenz und Sicherheit zu sehen, nicht als reiner
Kostenblock, meint Neuhaus. "Im Vordergrund steht Wachstum. Neue
Regeln müssen sich daran messen lassen, ob sie den
Wirtschaftsstandort stärken. Rein administrative Belastungen gilt es
zu vermeiden."

    Mehr grenzüberschreitende Deals: Schweizer Firmen sind Käufer und Kaufobjekte

    Im Trend zu mehr grenzüberschreitenden Transaktionen sieht PwC Schweizer Firmen sowohl als Ziel als auch als Akteure in der ersten Reihe. In der Schweiz gibt es zahlreiche Mid-Cap-Firmen, die hervorragend wirtschaften, die aber die kritische Grösse noch nicht erreicht haben. Angesichts weltweit gut gefüllter Akquisitionskassen sind solche Unternehmen begehrtes Akquisitionsziel. Gleichzeitig ist aber gerade die Schweiz ein Markt, in dem sehr viel Cash vorhanden ist, was es für hiesige Unternehmen leichter macht, Akquisitionen von attraktiven Firmen oder Firmenteilen im Ausland zu tätigen. "Der Eindruck, ausländische Firmen kaufen Schweizer Perlen ist zwar richtig, genauso kaufen Schweizer Firmen aber auch Perlen, im Ausland. Der Markt der Firmendeals ist heute weltumspannend, grenzüberschreitende Transaktionen sind die Regel", so Neuhaus. Im 2005 konnte PwC bisher 7 Transaktionen mit einem Wert von rund 4,5 Mrd. Euro begleiten und liegt damit bisher in diesem Jahr in der Schweiz gemessen am Wert der begleiteten Transaktionen auf Rang 4 der Transaktions-Berater (hinter Goldman Sachs, UBS und Credit Suisse First Boston).

    Auslandsperspektive: Attraktivität als Kapitalmarkt und Sitz von Headquarters pflegen

    Die Attraktivität des Kapitalmarktes ist ein Gradmesser für die Attraktivität des gesamten Wirtschaftsstandorts. Wichtiges Beurteilungskriterium für den gesamten Kapitalmarkt ist die durch die Unternehmen praktizierte Corporate Governance. "Unsere aktuelle Studie zu Audit Committees in der Schweiz hat gezeigt, dass Corporate Switzerland heute in Punkto Corporate Governance internationalen Vergleichen standhält. Es wurden grosse Fortschritte erzielt, auch wenn es noch an einzelnen Stellen Handlungsbedarf gibt" so Edgar Fluri, Verwaltungsratspräsident von PricewaterhouseCoopers Schweiz. Doch nicht nur das Kapital ist immer mobiler, auch die Unternehmen. Laut PwC geschieht heute die Suche nach einem geeigneten Standort für Produktionsstätten oder für das Headquarter eines Unternehmens fast immer auch ausserhalb des Landes in dem das Unternehmen seinen Ursprung hat. Die steuerlichen Rahmenbedingungen sind dabei ein bedeutendes Entscheidungskriterium. Da die Schweiz im weltweiten Wettbewerb um Produktionsstätten mit einigen Ländern nicht mithalten kann, stehen Headquarter-Ansiedlungen für sie stärker im Vordergrund. So hat laut der Swiss American Chamber of Commerce in den letzten 20 Monaten eine beachtliche Anzahl an US-Firmen ihr europäisches Headquarter oder einzelne zentrale europäische Funktionen in die Schweiz verlegt, beispielsweise Colgate-Palmolive, IBM, eBay und andere. Insgesamt liegt die Schweiz auf Platz 4 der US-Direktinvestitionen. Firmen wie PwC können nach eigenen Angaben bei Standortentscheidungen eine Schlüsselposition einnehmen. "Wir haben nebst einem US-Desk und einem German-Desk einen "China-Desk" eingerichtet, dessen Aufgabe darin besteht, die chinesische Wirtschaft auf den Standort Schweiz aufmerksam zu machen. Von dieser Investition profitiert PwC erst wenn konkrete Unterstützung bei der Ansiedlung gesucht wird", so Neuhaus.

    Offenere Branchen international im Vorteil

    In der Öffnung der Märkte sieht PwC schliesslich den vierten Trend, dem man sich nicht entgegengestellen kann. "Regulierung, Unternehmensstandorte, Transaktionen - all dies ist international geprägt, da ist die Öffnung der Märkte nach aussen, aber auch die Öffnung von Märkten innerhalb der nationalen Volkswirtschaften eine unausweichliche Konsequenz". Laut PwC hat in der Schweiz in den letzten Jahren einiges an Aufholarbeit bei der Öffnung innerer Märkte stattgefunden. In den Branchen, in denen dies weiter vorangeschritten ist, zum Beispiel im Bankensektor, gehören Schweizer Firmen auch global zu den treibenden Akteuren. In anderen Branchen ist die Schweiz eher Zielscheibe - sei es als Markt, in den neu eingestiegen wird wie im Einzelhandel, oder als Markt, in dem Unternehmen gekauft werden wie in der High-Tech-Branche.

    Zunehmend internationale Einsätze von PwC-Mitarbeitern

    PricewaterhouseCoopers spürt die stärkere internationale Verflechtung nicht nur an den Aufgaben, mit denen ihre Kunden sie betrauen, sondern auch in der eigenen Organisation. Der Anteil der Mitarbeiter, die auf Auslandseinsatz sind, hat im letzten Jahr um 21 Prozent zugenommen. "Wir rechnen für die kommenden Jahre mit noch mehr internationalen Einsatzmöglichkeiten für unsere Mitarbeiter", so Neuhaus.

ots Originaltext: PricewaterhouseCoopers
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Dr. Markus R. Neuhaus                      
CEO                    
Tel.      +41/1/630'20'01                    
E-Mail: markus.neuhaus@ch.pwc.com    

Prof. Dr. Edgar Fluri
Verwaltungsratspräsident
Tel.      +41/61/270'53'60
E-Mail: edgar.fluri@ch.pwc.com      

Claudia Steiger
Public Relations
Tel.        +41/1/630'18'72
E-Mail: claudia.steiger@ch.pwc.com



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