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Transaktionswert steigt um ein Drittel in der europäischen Finanzbranche

PwC-Studie "Financial Services M&A - Review of and outlook for mergers and acquisitions in the European financial services market 2005" Zürich (ots) - Wettbewerbsdruck, Skaleneffekte und die Suche nach neuen Märkten lassen das Wachstumsziel bei Finanzdienstleistungsunternehmen in Europa wieder ganz oben auf die Agenda rutschen. Im Jahr 2004 stieg das Volumen der Fusionen und Übernahmen in der europäischen Finanzdienstleistungsbranche um rund ein Drittel auf 44,8 Milliarden Euro (2003: 33,5 Milliarden Euro) an. Damit war diese Branche der zweitstärkste Sektor nach der Pharmabranche (68 Milliarden Euro). 61 Prozent der Transaktionen innerhalb der Finanzdienstleistungsbranche waren grenzüberschreitend. Rund die Hälfte aller Transaktionen wurde innerhalb der Bankenbranche abgewickelt. In der Schweiz akquirierte die BNP Paribas Privatbank die CaixaBank Banque Privée. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie "Financial Services M&A - Review of and outlook for mergers and acquisitions in the European financial services market 2005" von PricewaterhouseCoopers. Rund die Hälfte aller Übernahmen im vergangenen Jahr mit einem Wert von 22,3 Milliarden Euro (2003: 16,2 Milliarden Euro) entfiel auf die Bankenbranche, gefolgt von den Versicherungen mit 14,4 Milliarden Euro (2003: 11,4) sowie der Vermögensverwaltung mit 3,1 Milliarden Euro (2003: 2,7). Private Equity-Häuser mischen verstärkt mit Die Liste der Transaktionen bestätigt das zunehmende Interesse von Private-Equity-Gesell-schaften an der Finanzdienstleistungsbranche. Vier der zehn grössten Transaktionen mit einem Volumen von jeweils mehr als einer Milliarde Euro fanden unter Beteiligung eines Private-Equity-Hauses statt. Fokussierung auf das Kerngeschäft Ein weiterer Trend ist die zunehmende Konzentration auf das Kerngeschäft und die damit verbundene Abspaltung von nichtstrategischen Geschäftsbereichen. Dies steht auch im Zusammenhang mit der Tendenz innerhalb der Bankenbranche, sich in Bankprozessen auf die hauseigenen Stärken zu konzentrieren und geeignete Prozesse und Aktivitäten (beispielsweise Abwicklungsprozesse bei Zahlungsverkehr und Wertpapierabwicklung, Teile der Informationstechnologie, Beschaffungswesen) an Drittanbieter auszulagern. Martin James, Partner Wirtschaftsberatung bei PricewaterhouseCoopers in der Schweiz, sagt dazu: "Grosse Transaktionen wie Santander/Abbey oder HVB/UniCredito werden die Ausnahme bleiben, können aber den Auftakt für eine Reihe von Transaktionen zwischen Häusern mittlerer Grösse bilden. Es ist zu erwarten, dass die Fokussierung der Institute auf ihre Kernkompetenzen (beispielsweise Retailbanking) weiterhin zunimmt, um in den äusserst kompetitiven Märkten bestehen zu können. Damit verbunden sind Verkäufe von nichtstrategischen Geschäftsbereichen und die Auslagerung ausgewählter Geschäftsprozesse". Grossbritannien im Übernahmefieber Nach Ländern betrachtet, dominieren weiterhin Grossbritannien und Irland mit annähernd zwei Dritteln (63 Prozent) des gesamten Transaktionsvolumens vor Skandinavien (zwölf Prozent) und den Niederlanden (sechs Prozent). Deutschland erreicht nur einen sehr geringen Anteil am Gesamtvolumen der Fusionen und Übernahmen innerhalb der Finanzdienstleistungsbranche. Die PwC-Studie "Financial Services M&A - Review of and outlook for mergers and acquisitions in the European financial services market 2005" kann als PDF bei Claudia Steiger bestellt werden. ots Originaltext: Pricewaterhouse Coopers AG Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Martin James Partner Wirtschaftsberatung E-Mail: martin.james@ch.pwc.com Claudia Steiger Public Relations E-Mail: claudia.steiger@ch.pwc.com

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