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Neufassung: Nachfolger gesucht - für ein Drittel aller Schweizer Unternehmen ein heisses Thema

Studie "Nachfolger gesucht!" - empirische Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen für die Schweiz

    Zürich (ots) - 272'000 Schweizer Firmen sind Familienunternehmen. Mehr als die Hälfte ist in Besitz von 2-4 Aktionären. Rund 57'207 Unternehmen müssen sich in den nächsten fünf Jahren mit einer Nachfolgeregelung auseinander setzen. Die meisten Unternehmer sehen darin kein Problem. Trotzdem, haben rund 46,2 Prozent aller befragten Unternehmer noch gar keine Massnahmen zur Nachfolgeregelung getroffen. Für 81,1 Prozent der Unternehmer ist das eigene Alter der Hauptgrund einen Nachfolger zu suchen. Die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Übergabe von einer Generation in eine weitere Generation derselben Eigentümer beläuft sich auf rund 30 Prozent. Diese und weitere Ergebnisse ergehen aus der Studie "Nachfolger gesucht!", für die das Family Business Center der Universität St. Gallen (FBC-HSG) in Zusammenarbeit mit PricewaterhouseCoopers rund 10'000 Schweizer Unternehmer befragte.

    Die grosse Mehrheit der Unternehmen ist in Eigentum einer Familie (65,9 Prozent) oder mehreren Familien (21 Prozent). 88,4 Prozent der 307'700 Unternehmen der Schweiz sind somit Familienunternehmen. Nachfolgeplanung steht vor der Tür Der Unternehmensnachfolge kommt somit aus volkswirtschaftlicher Sicht eine grosse Bedeutung zu. Rund 57'207 Unternehmen stehen laut Studie in den nächsten fünf Jahren vor einer Nachfolgeregelung. Pro Jahr regeln rund 11'400 Unternehmen ihre Nachfolge. In den nächsten fünf Jahren sind somit rund 452'000 Arbeitsplätze von einer Nachfolgeregelung betroffen. 90 Prozent aller Unternehmer sehen in dieser Nachfolgeplanung kein Problem. Hingegen geben über 46 Prozent der Befragten an, noch keine Massnahmen zur Nachfolgeplanung umgesetzt zu haben und über 30 Prozent haben sich diesbezüglich überhaupt noch keine Gedanken gemacht. Es darf davon ausgegangen werden, dass sich viele Eigentümer der immer komplexeren und zeitaufwendiger Planung der Nachfolge nicht vollumfänglich bewusst sind , bzw. diese krass unterschätzen. Durch die Verdrängung des Nachfolgeproblems kann die Realisierbarkeit der Nachfolgeregelung ernsthaft gefährdet werden und häufig wird der Wert der Unternehmung dadurch nachhaltig negativ beeinflusst.

    Familieninterne Lösungen stehen im Vordergrund

    57 Prozent der Unternehmer streben eine familieninterne Lösung an (Übergabe an den Sohn oder die Tochter). Immer öfters bedingt durch gesellschaftliche Veränderungen wie Wertewandel oder Demographie müssen aber auch andere Lösungen gesucht werden, wie ein Verkauf (26 Prozent), ein Management Buy-Out (MBO) / Managment Buy-In (MBI), Stiftungen oder - seltener - ein Initial Public Offering (IPO).

    Unterschiedliche Faktoren erschweren den Nachfolgeprozess

    Finanzielle Hindernisse sind der Hauptgrund für gescheiterte Nachfolgelösungen. Über 30 Prozent geben an, Schwierigkeiten bei der Finanzierung des Kaufpreises zu haben und bei über 25 Prozent der Nachfolgefälle konnte man sich nicht auf den Kaufpreis des Unternehmens einigen. Die Suche nach einem geeignetem Nachfolger bzw. Käufer wird zeitlich stark unterschätzt. Im weiteren engt die momentane Praxis der Eidgenössischen Steuerverwaltung (Stichwort: "indirekte Teilliquidation") die Wahl des Käufers und der Transaktionsstruktur zusätzlich ein.

ots Originaltext: PricewaterhousCoopers AG
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Die Studie "Nachfolger gesucht" kann als PDF-File bei Claudia Steiger
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