GastroSuisse

Gastgewerbe und Tourismus stehen vor gewaltiger Herausforderung

Zürich (ots) - GastroSuisse hat den Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die Euro-Mindestgrenze per sofort aufzuheben, mit grosser Sorge zur Kenntnis genommen. Dieser Entscheid ist sehr überraschend, da die SNB erst kürzlich unmissverständlich am Mindestkurs festgehalten hatte.

Unsere rund 20'000 Mitgliederbetriebe sind von diesem Schritt unmittelbar und negativ betroffen. Das Gastgewerbe ist mit der Restauration und Hotellerie naturgemäss eine Branche mit starkem Exportcharakter. Die Gäste aus dem Ausland machen einen wichtigen Anteil unserer Gäste aus und generieren einen grossen Umsatzanteil der Branche. Ausserdem ist das Angebot im Ausland sehr attraktiv; das zeigt der zunehmende grenzüberschreitende Konsum. Bereits mit einem Euro-Kurs von CHF 1.20 musste daher ein grosser Nachfragerückgang verbucht werden. Mit dem heutigen Entscheid der SNB werden die Leistungen des Gastgewerbes gegenüber dem Ausland nochmals massiv verteuert und die Konkurrenzfähigkeit der Branche wird weiter geschwächt.

Das aufgrund von teuren Wareneinkaufspreisen ohnehin kritisch hohe Preisniveau in Schweizer Betrieben wird durch die Abschaffung der Wechselkursgrenze erheblich verschärft. Das Gastgewerbe ist darauf angewiesen, dass unter diesen Umständen konkrete Massnahmen gegen die Hochpreisinsel Schweiz ergriffen werden.

GastroSuisse hofft auf eine rasche Beruhigung der Lage, so dass wenigstens die Planungssicherheit wiederhergestellt werden kann.

GastroSuisse ist der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz. Rund 20'000 Mitglieder, davon gegen 3000 Hotels, organisiert in 26 Kantonalverbänden und fünf Fachgruppen, gehören dem grössten gastgewerblichen Arbeitgeberverband an.

Kontakt:

GastroSuisse, Casimir Platzer, Präsident, Telefon 044 377 53 53, 
communication@gastrosuisse.ch


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