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GastroSuisse: Massnahmenpaket des Bundesrates lässt Chance ungenützt Keine wirkliche Hilfe für die Hotels und Restaurants

Zürich (ots) - GastroSuisse, der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz, zeigt sich sehr enttäuscht über das heute vom Bundesrat beschlossene Massnahmenpaket 2011 zur Stützung des Werkplatzes Schweiz. Die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer für gastgewerbliche Leistungen wäre die richtige Lösung gewesen.

"Die Beschlüsse des Bundesrates zeigen, dass der Ernst der Lage nicht erkannt wurde", sagt Klaus Künzli, Zentralpräsident von GastroSuisse. Er erläutert weiter: "Wir haben bereits mit unserem 10-Punkte-Programm gegen die Frankenstärke auf die kritische Situation des Gastgewerbes hingewiesen und konkrete Massnahmen gefordert. Eine unserer Hauptforderungen ist die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer für gastgewerbliche Leistungen. Sie würde die Betriebe spürbar entlasten, da sie ihre Leistungen günstiger anbieten könnten. Das wäre sofort attraktiv für Gäste und die Branche wäre im internationalen Vergleich wieder wettbewerbsfähiger. Eine gute Chance wird hiermit verspielt, was wir ausserordentlich bedauern."

Der Verband argumentiert weiterhin, dass das beschlossene Darlehen von 100 Millionen Franken für die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit SGH zwar richtig, aber in dieser Situation nicht zielführend ist, da es nur langfristig Wirkung zeigen kann.

Es ist im Weiteren verfehlt, 500 Millionen Franken in die Arbeitslosenversicherung zu investieren. Richtig wäre es vielmehr, dort Massnahmen zu ergreifen, wo die Arbeitslosigkeit von Vornherein vermieden werden könnte. Auch hierzu würde die Senkung der Mehrwertsteuer beitragen, da sie die Rahmenbedingungen verbessern und so die Ressourcen der Betriebe stärken würde.

GastroSuisse appelliert im Interesse der Hotellerie und der Restauration weiterhin an die Politik, alles zu unternehmen, um der negativen Entwicklung beim Tourismus entgegen zu treten. Neben der Senkung der Mehrwertsteuer für gastgewerbliche Leistungen auf 2,5 Prozent fordert der Verband unter anderem eine erleichterte Einfuhr von Nahrungsmitteln aus dem Ausland und die Ausdehnung des Cassis-de-Dijon-Prinzips.

Das Gastgewerbe ist ein wirtschaftliches Schwergewicht und ein wesentlicher Bestandteil des Tourismus. In der Schweiz gibt es ungefähr 26'000 gastgewerbliche Betriebe. Sie erwirtschaften einen jährlichen Umsatz in der Höhe von 28 Milliarden Schweizer Franken. Mit rund 240'000 Mitarbeitenden gehört die Branche zu den bedeutendsten Arbeitgebern der Schweiz. Der Berufsnachwuchs wird mit jährlich rund 4000 neuen Lehrvertragsabschlüssen gefördert.

GastroSuisse ist der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz. Rund 21'000 Mitglieder (über 3000 Hotels), organisiert in 26 Kantonalsektionen und vier Fachgruppen, gehören dem grössten gastgewerblichen Arbeitgeberverband an.

Kontakt:

GastroSuisse, Klaus Künzli, Zentralpräsident
Dr. Bernhard Kuster, Direktor
Tel.: +41/44/377'53'53
E-Mail: communication@gastrosuisse.ch



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