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Schweizer Gastgewerbe auf einen Blick GastroSuisse, Verband für Hotellerie und Restauration, veröffentlicht die neuesten Zahlen zu Branche und Konsum: Schnellverpflegung legt deutlich zu

Zürich (ots)

Herr und Frau Schweizer gingen 2009 trotz Finanz-
und Wirtschaftskrise auswärts essen; sie haben jedoch ihr 
Konsum-verhalten angepasst. Das belegen die neuesten 
Branchen-kennzahlen, die GastroSuisse am 18. Mai 2010 in Baar 
veröffentlichte. Die Totalausgaben für Essen und Trinken stiegen im 
vergangenen Jahr auf 22,8 Mia. CHF an, wobei die Schnellverpflegung 
die grosse Gewinnerin war. Schwierig war das Jahr 2009 für die 
Hotellerie: die Anzahl Logiernächte verzeichnete einen Rückgang von 
4,7 Prozent.
In der Schweiz gibt es mehr als 28'000 gastgewerbliche Betriebe. 
Davon sind vier Fünftel der Restauration und ein Fünftel der 
Beherbergung zuzuordnen. Das Gastgewerbe gehört zu den grössten 
Arbeitgebern der Schweiz und bietet 230'000 Personen Arbeit. Das sind
rund sechs Prozent aller Stellen dieses Landes. Die Branche 
beschäftigt rund 10'000 Lernende.
Die Nachfrage:
- 2009 am markantesten zugelegt hat die Schnellverpflegung. Deren 
Anteil an den Ausgaben für Essen und Trinken ist um 3,5 
Prozent-punkte auf 15,9 Prozent angestiegen.
- Am meisten Umsatz wird unverändert in der herkömmlichen Gastronomie
erzielt.
- Zwei Drittel der Ausgaben in der Gastronomie werden für Speisen und
ein Drittel für Getränke getätigt. Über die Hälfte der Ausgaben der 
Gäste für Essen erfolgt über Mittag.
- Sehr schwierig war das Jahr 2009 für die Hotellerie: 1,7 Mio. 
weniger Logiernächte entsprechen einem Rückgang von 4,7 Prozent.
Das Angebot:
- Am häufigsten findet man in den Töpfen der Schweizer Restaurants 
landestypische Spezialitäten und Gerichte der gutbürgerlichen Küche.
- Über die letzten 120 Jahre ist die Restaurantdichte massiv 
zurückgegangen. Gab es 1888 - statistisch gesehen - 7,5 Restaurants 
auf 1000 Einwohner, sind es heute noch 2,5.
- Die fünf Gemeinden mit den höchsten Restaurantdichten liegen alle 
im Wallis. Die Nummer 1 ist Saas Fee.
- Rund zwei Drittel aller Hotels sind mit TV ausgestattet und bieten 
dem Gast einen Internetzugang an.
- 90 Prozent  der Hoteliers sind auch Gastronomen. Hotels 
erwirtschaften durchschnittlich die Hälfte des Umsatzes im 
Restaurant.
Finanzielle Kennzahlen:
- Die Personalkosten sind im Gastgewerbe mit Abstand der bedeutendste
Kostenfaktor. Beinahe jeder zweite Umsatzfranken (45 Prozent) muss 
für deren Deckung aufgewendet werden.
- Die Warenkosten betragen 27 Prozent, die Finanz- und Anlagekosten 
16 Prozent und die allgemeinen Betriebskosten 11 Prozent des 
Umsatzes.
- Wird für den Unternehmer und den allenfalls mitarbeitenden 
Ehegatten ein kalkulatorischer Lohn von zusammen durchschnittlich 
65'000 Franken eingesetzt sowie eine bescheidene Kapitalverzinsung 
berücksichtigt, so schreiben über die Hälfte aller Betriebe Verluste.
- In der Restauration erwirtschaftet eine beschäftigte Person im 
Durchschnitt einen Umsatz von etwa 110'000 Franken pro Jahr.
Quellen:
"Branchenspiegel 2010", GastroSuisse. Veröffentlicht am 18. Mai 2010.
Gesamtmarkt 2009, Ausgaben Essen und Trinken ausserhaus (ohne 
Detailhandel), amPuls Market Research

Kontakt:

GastroSuisse, Marketing und Kommunikation, Brigitte Meier-Schmid,
Telefon 044 377 53 53, brigitte.meier@gastrosuisse.ch

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