University of Bari

Studie zeigt Sirolimus verhindert Kaposi-Sarkome bei Nierentransplantations-Patienten

    Bari, Italien (ots/PRNewswire) - Daten aus einer neuen, heute veröffentlichten Studie zeigen, dass der Hautkrebs Kaposi-Sarkom, der oft bei Empfängern von transplantierten Nieren diagnostiziert wird, mit dem gleichen Medikament vermieden werden kann, das eine Abstossung des transplantierten Organs zu unterdrücken hilft.[1] In dieser Studie wurden 15 Patienten, denen Cyclosporin zur Verhinderung der Organabstossung verschrieben wurde, mit Kaposi-Sarkomen diagnostiziert. Innerhalb von drei Monaten des Wechsels dieser Patienten auf das Immunsuppressivum Sirolimus (Rapamune) waren alle Patienten sowohl klinisch als auch histologisch krebsfrei.

    Kaposi-Sarkom ist ein Krebstyp, der meist auf die Haut bei Empfängern von Transplantaten beschränkt ist und je nach Form und Ausmassen der Läsionen tödlich verlaufen kann. Transplantatempfänger haben eine 500 Mal grössere Wahrscheinlichkeit, diesen Krebs zu entwickeln, als die Allgemeinbevölkerung.[ 2] Es wird angenommen, dass dieses verstärkte Auftreten bei Transplantatempfängern das Ergebnis einiger Immunsuppressiva wie z. B. Cyclosporin ist, ein Medikament, bei dem nach der Verabreichung ein Auftreten bei 10 % aller Fälle beobachtet werden konnte.[3] Der Hauptansatz zur Behandlung von Kaposi-Sarkomen bei Transplantationspatienten besteht darin, die Behandlung mit Immunsuppressiva zu reduzieren oder gar aufzuheben, was dazu führen kann, dass die Hautläsionen zurückgehen, das Risiko einer Organabstossung aber erhöht wird.

    Professor Francesco Paolo Schena, Leiter der Abteilung für Nephrologie, Dialyse und Transplantation an der Universität von Bari (Italien) kommentierte: "Das Eintreten von Krebs ist seit langem eines der grössten Probleme für Transplantatempfänger. Wir wissen, dass unsere Transplantationspatienten einem bedeutend höheren Risiko ausgesetzt sind, Kaposi-Sarkome zu entwickeln, als die Allgemeinbevölkerung. Diese neue Entdeckung bedeutet, dass wird eine alternative Immunsuppressiv-Therapie anbieten können, die die transplantierte Niere des Patienten vor Abstossung schützt und den Verlauf dieser Art von Hautkrebs stoppt."

    In dieser Studie in der Nieren- und Transplantationsabteilung wurden 15 Nierentransplantations-Patienten mit Kaposi-Sarkomen diagnostiziert, während sie die Immunsuppressiva Cyclosporin und Mycophenolat-Mofetil (MMF) erhielten. Nach der Diagnose wurde die Verabreichung von Cyclosporin und MMF eingestellt und die Patienten wurden stattdessen mit Sirolimus bei der normalen Dosis für Empfänger von Nierentransplantaten behandelt. Innerhalb eines Monats begannen die Hautläsionen bei 12 der 15 Patienten zu verschwinden, und nach drei Monaten waren alle Patienten klinisch und histologisch von Läsionen frei. Darüber hinaus gab es keine akuten Abstossungen und sechs Monate nach der Studie war kein erneutes Auftreten von Kaposi-Sarkom bei den mit Sirolimus behandelten Patienten festzustellen.1

    [1] Stallone G, Schena A, Infante B et al. Sirolimus for Kaposi's Sarcoma. NEJM 2005; 352:13:25-31

    [2] Hayward GS. Initiation of angiogenic Kaposi's sarcoma lesions. Cancer Cell 2003; 3:1-3

    [3] Penn I. Cancers in cyclosporine-treated vs. azathioprine-treated patients. Transplant Proc 1996; 28:876-7

ots Originaltext: University of Bari
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