Edwards Lifesciences Corporation

Achten die Schweizer zur Genüge auf ihr Herz?
Erste europaweite Studie zum Wissensstand über Herzklappenerkrankungen (2014): Schweizer Senioren mit interessanten Aussagen

Dr. Enrico Ferrari, Herzchirurg am Universitätsspital in Lausanne. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.ch/pm/100007524 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "OTS.Bild/Edwards Lifesciences Corporation"

Ein Dokument

Nyon (ots) -

   - 9.579 Personen im Alter über 60 Jahren wurden online in zehn 
     europäischen Ländern befragt, darunter auch 451 Schweizerinnen 
     und Schweizer 

   - Die über 60-jährigen Schweizer Bürger gehören nicht zu 
     den Vorsorge-Enthusiasten - im Vergleich lagen sie am Ende der 
     europäischen Skala 

   - Deutliche Unterschiede zwischen der West- und Deutschschweiz 
     sowie bei den Geschlechtern 

   - Im Vergleich bekunden Schweizer Senioren europaweit das stärkste
     Interesse an neuen, weniger invasiven chirurgischen Eingriffen 

   - Trotz großer Verbreitung innerhalb der älteren Bevölkerung sehen
     lediglich 1.8% der Schweizer Senioren Herzklappenerkrankungen 
     als ernsthafte gesundheitliche Bedrohung 

Edwards Lifesciences Corporation, weltweit führender Anbieter von Herzklappen und hämodynamischen Monitoring-Systemen, stellte heute die Schweizer Ergebnisse einer europaweiten Studie zum Wissensstand über Herzklappenerkrankungen (2014) vor.

Das international führende Meinungsforschungsinstitut "Opinion Matters" erhob die Daten in einer Online-Befragung unter 9.579 Personen im Alter über 60 Jahren in zehn europäischen Ländern. Die Stichprobe mit 451 Teilnehmern aus der gesamten Schweiz ergab, dass nur 1.8% der Befragten die potentiell schwerwiegenden Einschränkungen durch Herzklappenerkrankungen fürchten.(1)

Dr. Enrico Ferrari, Herzchirurg am Universitätsspital in Lausanne (CHUV), kommentiert die Ergebnisse wie folgt:

"Herzklappenerkrankungen sind in dieser Altersgruppe stark verbreitet. Die Studie zeigt ganz deutlich, dass sich die Schweizerinnen und Schweizer über die dramatischen Einschränkungen, die mit der Erkrankung einhergehen können, nicht bewusst sind. Ohne eine Verbesserung des allgemeinen Informations- und Kenntnisstandes unter den Senioren wie auch bei ihren Hausärzten, besteht das Risiko, die Symptome dem natürlichen Alterungsprozess zuzuschreiben." Dies könne zu weitreichenden Problemen führen, falls Patienten zu spät für einen operativen Eingriff an die Fachärzte überwiesen würden.

Herzklappenerkrankungen sind weitverbreitet und heimtückisch. Sie gehen mit Atemnot, Müdigkeit und Brustschmerzen einher, eine Folge des unzureichenden Blutdurchflusses im Herzen. Die Aortenstenose, eine Verengung der Aortenklappe, ist eine der am weitest verbreiteten Krankheitsform der Herzklappen. Sie betrifft etwa 7% der über 65-Jährigen.(2) In der Schweiz sind dies mehr als 100,000 Menschen. Bleibt die Aortenstenose nach dem Auftreten von Symptomen unbehandelt, liegt die Überlebensrate nach zwei Jahren bei lediglich bei 50%.(3)

Herzuntersuchungen und das Stethoskop - sehr unterschiedliche Ergebnisse

40,4% der befragten Schweizer Senioren gaben an, sich mindestens einmal pro Jahr einem Herz-Check zu unterziehen. Damit nehmen sie im Rahmen der Studie den zweitletzten Rang unter den zehn europäischen Ländern ein. Die Westschweizer gaben an, deutlich häufiger (44,1%) ihren Hausarzt für eine Herzuntersuchung aufzusuchen als die älteren Bürger in der Deutschschweiz (38,1%). Sehr nachlässig scheint die Schweizer Damenwelt zu sein, denn nur 25,6% der über 60-jährigen Schweizerinnen erklärten, diese Routinemaßnahme mindestens einmal pro Jahr durchführen zu lassen, während dies 47,4% der Männer bejahten.(1)

Auf die Frage "Wenn Sie Ihren Arzt aufsuchen, wie oft werden Sie mit dem Stethoskop untersucht?" antworteten 35,3% der Befragten aus der Schweiz, dass bei jedem Arztbesuch das Stethoskop zur Anwendung kommt. Während dieses Resultat im europäischen Mittel liegt, zeigten sich deutliche Unterschiede innerhalb der Schweiz. In der Romandie lag der Wert mit 49,6% signifikant über dem der Deutschschweiz (29,2%).(1)

"Regelmäßige Herzuntersuchungen sind insbesondere für ältere Menschen von höchster Wichtigkeit, denn nur so lassen sich Herz- bzw. Herzklappenerkrankungen rechtzeitig erkennen," führt Dr. Ferrari weiter aus. "Das gute alte Stethoskop sollte niemals außer Acht gelassen werden. Es ist und bleibt ein lebenswichtiges Instrument, um die unverkennbaren Herzgeräusche bei einer Aortenstenose oder einer anderen Herzklappenerkrankung zu erkennen."

Offen für neue Behandlungsmethoden

Die Studie weist auch ganz deutlich darauf hin, dass sich die Schweizer offen für neuartige chirurgische oder andere Behandlungsmethoden zeigen. Die Befragungsergebnisse ergaben, dass 42,1% der Senioren in der Schweiz eher bereit wären, Symptome einer Herzklappenerkrankung mit einem Arzt zu besprechen, wenn ihnen weniger invasive Behandlungen bekannt wären. Dieser prozentuale Anteil ist der höchste im Vergleich zu den anderen zehn europäischen Ländern, in denen die Befragung durchgeführt wurde.1

"Patienten können heute aus unterschiedlichen Operationsansätzen wählen, und der unumkehrbare Trend geht zu immer kleineren Operationsschnitten," erklärt Dr. Ferrari. "Die konventionellen Eingriffe am offenen Herzen werden heute durch minimal invasive Operationen ergänzt, die immer kleinere Narben zurücklassen. Für sehr alte oder gebrechliche Patienten bietet sich darüberhinaus noch die katheterbasierte Herzklappenbehandlung an."

Die von Edwards Lifesciences unterstützte Studie zum Wissensstand über Herzklappenerkrankungen (2014) ist die erste europaweite Erhebung, die sich dem Wissensstand und persönlichen Bedenken von über 60-Jährigen rund um die Themen Herzklappenerkrankungen, Häufigkeit von Herzuntersuchungen sowie Einstellungen zu Behandlungsmethoden widmet. Von den 9.579 befragten europäischen Senioren antworteten lediglich 2,5%, dass sie Herzklappenerkrankungen als bedrohlich einschätzen.

Über Edwards Lifesciences in der Schweiz

Edwards Lifesciences ist weltweit führender Anbieter von Herzklappentechnologien und Systemen zur hämodynamischen Patientenüberwachung. Angetrieben von dem Wunsch, Patienten zu helfen, entwickelt das Unternehmen zusammen mit Klinikärzten innovative Technologien auf den Gebieten der strukturellen Herzerkrankung und der hämodynamischen Überwachung, um somit Leben zu retten und zu verbessern. Edwards ist mit seinem regionalen Firmensitz für Europa, dem Nahen Osten, Afrika, Kanada und Lateinamerika sowie dem dazugehörigen Trainingszentrum in Nyon, Kanton Vaud, beheimatet. Ein Produktions- und Vertriebszentrum befindet sich in Horw, Kanton Luzern. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.edwards.com.

Edwards, Edwards Lifesciences, und das stilisierte E-Logo sind eingetragene Warenzeichen ("Trademarks") der Edwards Lifesciences Corporation.

   (1) Opinion Matters. 2014 Heart Valve Disease Awareness Survey. 
Data on file. 
   (2) Spaccarotella C et al. Pathophysiology of aortic stenosis and 
approach to treatment with percutaneous valve implantation. 
Circulation Journal. 2011;75:11-19. 
   (3) Otto CM. Timing of aortic valve surgery. Heart. 
2000;84:211-18. 

Pressekontakt-Deutschschweiz:


Lutz Meyer
e: lutz.meyer@leidar.com
t: +41(0)79 964 9728



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