Merck Serono

Merck kündigt Implementierungspläne für Merck Serono in der Schweiz im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms an

Darmstadt Und Genf (ots/PRNewswire) -

        - Geplante Effizienzsteigerungsmassnahmen sehen die Schliessung der
          Merck-Serono-Zentrale in Genf vor
        - Merck plant Stellenabbau in der Schweiz über alle globalen Funktionen hinweg
          sowie die Verlagerung bestimmter in Genf ansässiger Funktionen an bestehende
          Standorte nach Deutschland, in die Vereinigten Staaten und nach China
        - Biotech-Produktionseinrichtungen in Aubonne und Corsier-sur-Vevey bleiben
          bestehen
        - Enge Zusammenarbeit mit den betroffenen Mitarbeitern, um sozial
          verantwortliche Lösungen zu finden 

Merck gab heute Effizienzsteigerungsmass-nahmen bekannt, die das Unternehmen in Bezug auf das operative Geschäft von Merck Serono in der Schweiz plant. Sie sind Teil des im Februar vorgestellten umfassenden Transformationsprogramms von Merck, mit dem das Unternehmen auf bedeutende Marktveränderungen, zunehmenden Wettbewerb in wichtigen Produkt-bereichen und Effizienzmängel in der Organisation eingeht.

"Die geplanten Massnahmen für Merck Serono in der Schweiz sind notwendig, um langfristig unsere globale Wettbewerbsposition sowie unsere Zukunft in einem sich rasch ändernden Markt zu sichern", sagte Stefan Oschmann, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und verantwortlich für die Sparte Merck Serono. "Bedauerlicherweise sehen die geplanten Massnahmen die Schliessung unserer Zentrale in Genf vor. Damit sollen ein Personalabbau und die Verlagerung bestimmter in der Schweiz beheimateter Funktionen an andere Merck-Standorte einhergehen. Wir arbeiten eng mit den entsprechenden Interessensgruppen, insbesondere den betroffenen Arbeitnehmern, an sozial verantwortlichen Lösungen. Im Zuge dessen prüfen wir auch die Möglichkeit spezieller unternehmerischer Partnerschafts-programme und Versetzungsvorschläge."

Um bestehende Doppelstrukturen aufgrund zweier europäischer Zentralen abzubauen, beabsichtigt Merck Serono, sämtliche Hauptverwaltungsfunktionen in einem Merck Serono Campus in Darmstadt zusammenzufassen. Zusätzlich plant das Unternehmen, wichtige Positionen im Bereich Forschung und Entwicklung von Genf nach Darmstadt, Boston (USA) und Peking (China) zu verlagern. Dadurch soll wissenschaftliche Expertise im Biotech-Zentrum in Boston gebündelt und gewährleistet werden, so dass in sämtlichen wichtigen Wachstumsmärkten klinische Entwicklung auf dem neusten Stand der Technik stattfinden kann. Infolge dessen ist geplant, über 750 Positionen der 1.250 derzeit in Genf angesiedelten Stellen an die genannten Standorte zu verlegen. Rund 500 der derzeit in Genf angesiedelten Stellen sollen wegfallen, um Doppelstrukturen zu vermeiden und eine schlankere und agilere Organisation zu etablieren. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, den Standort in Genf zu schliessen.

Trotz dieser geplanten Massnahmen wird Merck Serono mit seiner Produktion weiterhin in der Schweiz präsent sein. So sollen Biotech-Produkte auch in Zukunft in Aubonne und Corsier-sur-Vevey (beide Kanton Waadt) hergestellt werden. Dennoch plant Merck Serono, rund 80 Stellen an den drei Schweizer Produktionsstandorten Aubonne, Corsier-sur-Vevey und Coinsins zu streichen. Der bestehende Produktionsbetrieb der Sparte in Coinsins soll hauptsächlich nach Aubonne verlagert werden. Um näher an den wichtigen Produktionsstandorten zu sein, beabsichtigt Merck Serono, von den geplanten 750 Positionen über 130 Stellen mit Bezug zu Produktionsfunktionen von Genf in die Umgebung von Aubonne im Kanton Waadt umzusiedeln. Die Sparte beabsichtigt, ihre Schweizer Vertriebsorganisation in Zug zu belassen.

Die Konsultationsgespräche mit den Mitarbeitern werden am 25. April 2012 beginnen. Während dieser Phase wird das Unternehmen Alternativvorschläge der Mitarbeiter sammeln und auswerten. Merck Serono beabsichtigt, wo immer möglich sozial verträgliche Lösungen zu finden und mit kantonalen Interessensgruppen Versetzungschancen für betroffene Arbeitnehmer zu erarbeiten. Aktuell hat die Sparte weltweit rund 17.000 Mitarbeiter, davon etwa 1.250 in Genf.

Zusätzlich wird ein eigens dafür zusammengestelltes Team Mitarbeiter und kantonale Interessengruppen unterstützen, mögliche Spin-off- und Start-up-Chancen ausserhalb von Merck Serono zu evaluieren, die unter Umständen ein langfristiges Potenzial aufweisen. Zu diesem Zweck ist Merck Serono bereit, bis zu EUR 30 Mio. Anschubkapital für Tätigkeiten und Wirkstoffsubstanzen zur Verfügung stellen, die nicht dem Kern der derzeitigen und künftigen geschäftlichen Ziele von Merck Serono entsprechen.

Nach Abschluss des Konsultationsprozesses und der Auswertung der Ergebnisse beabsichtigt das Unternehmen, in der zweiten Hälfte 2012 mit den Versetzungen und dem Stellenabbau zu beginnen. Ziel ist, die komplette Umsetzung der Pläne in der ersten Hälfte 2013 abzuschliessen.

Merck Serono

Merck Serono ist die Sparte für Biopharmazeutika der Merck KGaA. Merck Serono mit Hauptsitz in Genf, Schweiz, bietet in 150 Ländern führende Marken an, um Patienten mit Krebs, Multipler Sklerose, Unfruchtbarkeit, endokrinen und metabolischen Erkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu helfen. In den Vereinigten Staaten und Kanada handelt EMD Serono als eigenständige Tochtergesellschaft von Merck Serono.

Merck Serono entdeckt, entwickelt, produziert und vermarktet verschreibungspflichtige Medikamente chemischen und biologischen Ursprungs in Indikationsbereichen mit hohem Spezialisierungsgrad. Wir engagieren uns nachhaltig für die Bereitstellung neuartiger Therapien in unseren Kernarbeitsgebieten: neurodegenerative Erkrankungen, Onkologie und Rheumatologie.

Merck

Merck ist ein weltweit tätiges Pharma- und Chemieunternehmen mit Gesamterlösen von 10,3 Mrd. Euro im Jahr 2011, einer Geschichte, die 1668 begann, und einer Zukunft, die mehr als 40.000 Mitarbeiter in 67 Ländern gestalten. Innovationen unternehmerisch denkender und handelnder Mitarbeiter charakterisieren den Erfolg. Merck bündelt die operativen Tätigkeiten unter dem Dach der Merck KGaA, an der die Familie Merck mittelbar zu rund 70 Prozent und freie Aktionäre zu rund 30 Prozent beteiligt sind. 1917 wurde die einstige US-Tochtergesellschaft Merck & Co. enteignet und ist seitdem ein von der Merck-Gruppe vollständig unabhängiges Unternehmen.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.merckserono.com oder http://www.merckgroup.com

Kontakt:

Dr. Gangolf Schrimpf, Tel. +49-6151-72-9591 


Das könnte Sie auch interessieren: