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Laut neuen ESC-Leitlinien weiß Procoralan bei der Behandlung von Herzinsuffizienz zu überzeugen

Paris (ots/PRNewswire) - Das herzfrequenzsenkende Arzneimittel Procoralan(R) (Ivabradin) ist Bestandteil der neuen ESC-Leitlinien zur Diagnose und Behandlung von Herzinsuffizienz.

Weniger als 2 Jahre nach Publikation der Ergebnisse der SHIFT-Studie in The Lancet, welche die Vorteile des Medikaments bei Herzinsuffizienz bestätigten, ist Procoralan(R) nun Teil der neuen ESC-Leitlinien zur Behandlung von Herzinsuffizienz.[1]

Die in dieser Woche auf dem in Belgrad (Serbien) stattfindenden ESC-Kongress zum Thema Herzinsuffizienz vorgestellten Leitlinien wurden erstmals seit 2008 aktualisiert. Sie enthalten konkrete Behandlungsempfehlungen, die auf Erkenntnissen aus neuen und etablierten diagnostischen Tests basieren, sowie verschiedene Therapiemöglichkeiten bei Herzinsuffizienz.

"Die überarbeiteten ESC-Leitlinien für Herzinsuffizienz helfen Ärzten tagtäglich bei der klinisch-medizinischen Entscheidungsfindung. Im Zuge ihrer Umsetzung ergibt sich eine echte Chance, den Behandlungserfolg bei Patienten mit dieser Erkrankung zu erhöhen", erklärte John McMurray, Professor für Kardiologie an der University of Glasgow und Hauptautor der neuen ESC-Leitlinien. Bei Herzinsuffizienz-Patienten mit erhöhter Herzfrequenz besteht ein deutlich erhöhtes Hospitalisations- und Mortalitätsrisiko. Dieser Umstand setzt nicht nur Gesundheitssysteme unter Druck, sondern beeinträchtigt neben der Lebensqualität von Patienten auch den Behandlungserfolg.[2]

Darüber hinaus wurde Ivabradin im Februar 2012 von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zur Behandlung chronischer Herzinsuffizienz zugelassen. Diese Entscheidung beruhte auf neuen Daten aus der SHIFT-Studie[3], in deren Rahmen festgestellt wurde, dass Patienten mit erhöhter Herzfrequenz von 75 Schlägen pro Minute (SpM) oder mehr eine um 24 % (p<0,0001) - und somit signifikant - reduzierte kardiovaskuläre Mortalitäts- und Hospitalisationsrate aufgrund verschlimmerter Herzinsuffizienz aufweisen (primärer zusammengesetzter Endpunkt). Hinzu kam eine Senkung des kardiovaskulären Mortalitätsrisikos um 17 % (p=0,0166), der Gesamtmortalität um 17 % (p=0,0109) und der Hospitalisationsrate aufgrund von Herzinsuffizienz um 30 % (p<0,0001).

Diese neue Indikation und die neuen ESC-Leitlinien zur Behandlung von Herzinsuffizienz sind zwei bedeutende Fortschritte, dank denen Herzinsuffizienz-Patienten zukünftig noch umfassender von Ivabradin profitieren werden.

Informationen zur chronischen Herzinsuffizienz

In Europa sind 15 Millionen Menschen von chronischer Herzinsuffizienz betroffen (2 % bis 3 % der Gesamtbevölkerung).[4] Trotz Verbesserungen hinsichtlich des Krankheitsmanagements und der Behandlung fallen Prognosen bei dieser lähmenden Erkrankung in der Regel schlecht aus. Die Herzinsuffizienz hindert das Herz daran, Blut effektiv durch den Kreislauf zu pumpen und eine ausreichende Blutzirkulation sicherzustellen, die den Erfordernissen des Körpers gerecht wird. Häufigste Krankheitsursache ist eine akute (Myokardinfarkt) oder chronische (Angina Pectoris) Ischämie (Herzgefässerkrankung).[5, 6]

Informationen zu Ivabradin

Procoralan(R) (Ivabradin) ist das bisher einzige Arzneimittel zur selektiven Senkung der Herzfrequenz. Dies geschieht durch die Hemmung des If-Kanals, der mit elektrischen Signalen als Herzschrittmacher agiert und den Herzschlag bestimmt.[3] Procoralan reduziert die Herzfrequenz, ohne die Blutpumpfunktion des Herzmuskels signifikant zu beeinträchtigen.[3,9]

Procoralan wurde im Januar 2006 zur Behandlung der stabilen Angina Pectoris eingeführt. Das Arzneimittel ist zur symptomatischen Behandlung der chronischen stabilen Angina Pectoris in der Koronararterie bei Erwachsenen mit normalem (Sinus-) Rhythmus zugelassen, bei denen Betablocker kontraindiziert sind oder eine Unverträglichkeit für Betablocker vorliegt. Ausserdem wird es in Kombination mit Betablockern bei Patienten angewendet, die eine Herzfrequenz von >60 Schlägen pro Minute oder mehr haben und deren Zustand selbst bei optimaler Betablocker-Dosierung nur unzureichend kontrolliert werden kann.[3]

Folglich wurde Procoralan im Februar 2012 von der Europäischen Kommission für die Behandlung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz zugelassen. Die Indikation des Arzneimittels zur Therapie von chronischer Herzinsuffizienz gilt für Patienten mit normalem (Sinus-) Rhythmus und einer Herzfrequenz von 75 Schlägen pro Minute (SpM) oder mehr. Ausserdem kann es in Kombination mit einer Standardtherapie einschliesslich Betablockern eingesetzt werden - oder ersatzweise, wenn Betablocker kontraindiziert oder unverträglich sind.[8] Die Entscheidung, Procoralan mit der Indikation Herzinsuffizienz zuzulassen, erfolgte nach eingehender Prüfung der Daten aus der SHIfT-Studie. Mit mehr als 6.000 teilnehmenden Patienten stellt sie die bisher grösste Studie zur Untersuchung von Morbidität und Mortalität bei Therapien der chronischen Herzinsuffizienz dar. Die Studie zeigte, dass die Verabreichung des Wirkstoffs eine signifikante Reduktion des Mortalitätsrisikos und der Hospitalisationsrate aufgrund von Herzinsuffizienz zur Folge hatte und die Lebensqualität der von dieser Erkrankung betroffenen Menschen verbesserte.[10,11] Am deutlichsten war diese Mortalitätsreduktion bei Patienten mit einer Herzfrequenz von 75 Schlägen pro Minute (SpM) oder mehr zu beobachten, für die Procoralan jetzt auch indiziert ist.[3]

Je nach Land ist Ivabradin unter den Handelsnamen Procoralan(R), Coralan(R), Coraxan(R) oder Corlentor(R) erhältlich.

HINWEISE AN REDAKTEURE

Informationen zur SHIfT-Studie

SHIfT (Systolic Heart failure treatment with the If inhibitor ivabradine Trial) ist eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie, die an 6.505 Patienten in 37 Ländern durchgeführt wurde. Ziel der Studie war es herauszufinden, ob die Verabreichung des If-Inhibitors Procoralan zusätzlich zu einer leitliniengerechten und optimalen Behandlung das kardiovaskuläre Ergebnis von Patienten mit moderater bis schwerer chronischer Herzinsuffizienz, verminderter linksventrikulärer Auswurffraktion und einer Herzfrequenz von 70 Schlägen pro Minute (SpM) oder mehr verbessern kann.[10]

SHIfT zeigte, dass der If-Inhibitor Procoralan das kardiovaskuläre Mortalitäts- und Hospitalisationsrisiko aufgrund verschlimmerter Herzinsuffizienz (primärer zusammengesetzter Endpunkt) um 18 % (p<0,0001), die Mortalitätsrate aufgrund von Herzinsuffizienz um 26 % (p=0,014) und das Hospitalisationsrisiko um 26 % (p<0,0001) senkt. Diese Vorteile konnten erzielt werden, obwohl die in der Studie berücksichtigten Patienten bereits mit empfohlenen Herzinsuffizienztherapien behandelt wurden.[9] Eine Substudie an Patienten mit einer Basisfrequenz von 75 Schlägen pro Minute (SpM) oder mehr (n = 4150) zeigte, dass Procoralan das kardiovaskuläre Mortalitäts- und Hospitalisationsrisiko aufgrund verschlimmerter Herzinsuffizienz (primärer zusammengesetzter Endpunkt) um 24 % (p<0,0001), die kardiovaskuläre Mortalität um 17 % (p=0,0166) und die Gesamtmortalität um 17 % (p<0,0109) senkte.

Eine von Beginn an vorgesehene Substudie an 1.944 Patienten der Patientenpopulation aus der Hauptstudie zeigte, dass die durch die Behandlung mit Procoralan erzielte Senkung der Herzfrequenz im Vergleich zur Kontrollgruppe mit einer nahezu verdoppelten Lebensqualität einherging. Diese Verbesserung wurde sowohl bei den krankheitsbezogenen als auch bei den sozialen Ergebniskomponenten beobachtet.[11]

Zur Bewertung der Lebensqualität wurde der Kardiomyopathie-Fragenkatalog von Kansas City herangezogen. Dieser aus 23 Teilen bestehende Fragebogen zum Selbstausfüllen liefert quantitative Daten zu den Bereichen Körperfunktion, Symptome (Häufigkeit, Schweregrad und kürzliche Veränderungen), Sozialkontakte, Eigenständigkeit und Selbstkenntnis sowie Lebensqualität.[11]

In einer echokardiografischen Substudie führte Procoralan nachweislich zu einer Senkung des linksventrikulären endsystolischen Volumens (Blutvolumen, das nach der Kontraktion des Herzmuskels in der linken Herzkammer zurückbleibt), was eine Effizienzverbesserung des linken Ventrikels und eine generelle Verbesserung der Herzfunktion zur Folge hatte.[12]

Informationen zur BEAUTIFUL-Studie

BEAUTIFUL (morBidity-mortality EvAlUaTion of the Ifinhibitor ivabradine in patients with coronary heart disease and left ventricULar dysfunction) ist eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie, die an 10.917 Patienten in 33 Ländern durchgeführt wurde. Ziel der Studie war es herauszufinden, ob Mortalität und Morbidität bei sich aktuell in Behandlung befindlichen Patienten mit stabiler KHK und systolischer Dysfunktion durch die Verabreichung des selektiven herzfrequenzsenkenden Wirkstoffs Ivabradin reduziert werden können.[13] Zu Beginn der Studie wurden 87 % der Patienten mit Betablockern, 89 % mit Wirkstoffen für das Renin-Angiotensin-System, 94 % mit antithrombotischen Wirkstoffen, 76 % mit lipidsenkenden Wirkstoffen und 12 % mit Kalziumantagonisten behandelt. Überdies waren 37 % der Patienten an Diabetes und 40 % am metabolischen Syndrom erkrankt.[14]

Zusammengesetzte Hauptkriterien für die Wirksamkeit des Wirkstoffs waren kardiovaskuläre Mortalität, Krankenhauseinweisung aufgrund akuten Myokardinfarkts bzw. Krankenhauseinweisung aufgrund neu aufgetretener oder verschlimmert Herzinsuffizienz. Während die Studie keinerlei Veränderung hinsichtlich des primären zusammengesetzten Endpunkts zwischen der Ivabradin-Gruppe und der Placebo-Gruppe zeigte, ergab sich bei einer Vielzahl von Patienten mit einer Herzfrequenz von greater than or equal to70 Schlägen pro Minute (SpM), die überdies an stabiler koronarer Herzkrankheit (KHK) und Dysfunktion des linken Ventrikels litten, ein um ein Drittel (36 %) reduziertes Hospitalisationsrisiko im Zusammenhang mit tödlich und nicht tödlich verlaufenden Herzinfarkten. Das Risiko für Patienten, sich einer Revaskularisierung unterziehen zu müssen, reduzierte das Arzneimittel um 30 % (ARR = 1 %).[13] In einer Substudie an Patienten mit einschränkender Angina (n=1507) ergaben sich sogar noch grössere Vorteile aus der Behandlung mit Ivabradin: Hinsichtlich des primären Endpunkts führte der Wirkstoff zu einer Senkung um 24 %. Ausserdem ergab sich eine 42-prozentige Senkung des Hospitalisationsrisikos im Zusammenhang mit tödlich und nicht tödlich verlaufenden Herzinfarkten (ARR = 2,7 %, p=0,021).[15] Bei Patienten mit erhöhter Herzfrequenz (>70 SpM) sank das Risiko um 73 % (ARR = 4,6 %, p=0,002).[15]

Informationen zu Servier

Servier ist Frankreichs führendes unabhängiges Pharmaunternehmen und der zweitgrösste Arzneimittelhersteller des Landes. Servier ist in 140 Ländern vertreten. Die Forschung & Entwicklung von Servier deckt zahlreiche therapeutische Bereiche ab. Die wichtigsten Fokusbereiche sind kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs, Stoffwechselstörungen sowie die Neurowissenschaft und Rheumatologie. Insbesondere im Bereich der kardiovaskulären Erkrankungen zählt Servier zu den wichtigsten Auftragsforschungsinstituten und setzt sich für die Entwicklung neuer Medikamente ein. Seit geraumer Zeit widmet sich Servier bereits dem Bereich der kardiovaskulären Erkrankungen. Dies belegt die Tatsache, dass 63 % der globalen Umsätze von Servier aus Medikamenten stammen, die aus Wirkstoffen gegen kardiovaskuläre Erkrankungen bestehen.

Referenzen

        1) ESC Guidelines for the diagnosis and treatment of acute and chronic heart
          failure 2012. Eur Heart J. DOI:10.1093/eurheart/ehs104
        2) Stewart S, Jenkins A, Buchan S, McGuire A, Capewell S, McMurray JJ. The
          current cost of heart failure to the National Health Service in the UK. Eur J Heart
          Fail. 2002;4:361-371
        3) Böhm M, Borer J, Ford I et al. Heart rate at baseline influences the effect
          of ivabradine on cardiovascular outcomes in chronic heart failure: analysis from the
          SHIFT study. Clin Res Cardiol. DOI 10.1007/s00392-012-0467-8
        4) European Society of Cardiology (ESC). ESC guidelines for the diagnosis and
          treatment of acute and chronic heart failure 2008. Eur Heart J. 2008; 29:
          2388-2442.NICE guidelines for the management of chronic heart failure in adults in
          primary and secondary care. Abrufbar unter
       http://www.nice.org.uk/nicemedia/live/13099/50517/50517.pdf (Letzter Zugriff: 22.
          Mai 2012)
        5) Juenger J, Schellberg D, et al. Health related quality of life in patients
          with congestive heart failure: comparison with other chronic diseases and relation to
          functional variables. Heart. 2002; 87:235-241.
        6) Fox K et al. Heart rate as a prognostic risk factor in patients with coronary
          artery disease and left-ventricular systolic dysfunction (BEAUTIFUL): a subgroup
          analysis of a randomised controlled trial. Lancet. 2008; 372: 817-821
        7) Zusammenfassung der Produkteigenschaften von Procoralan.
       http://www.emc.medicines.org.uk (Letzter Zugriff: 22. Mai 2012)
        8) Andrews TC, et al. Subsets of ambulatory myocardial ischemia based on heart
          rate activity. Circadian distribution and response to anti-ischemic medication. The
          Angina and Silent Ischemia Study Group (ASIS). Circulation 1993; 88: 92-100
        9) DiFrancesco D und Camm JA. Heart rate lowering by specific and selective I(f)
          current inhibition with ivabradine: a new therapeutic perspective in cardiovascular
          disease. Drugs. 2004; 64(16): 1757-1765.
          10) Swedberg K, Komajda M, Böhm M, et al. Ivabradine and outcomes in chronic
          heart failure (SHIFT): a randomised placebo-controlled study. Lancet. 2010; 376:875-85
          11) Ekman I, Chassany O, Komajda M et al. Heart rate reduction with ivabradine
          and health related quality of life in patients with chronic heart failure: results
          from the SHIFT study. Eur Heart J. 2011; 32:2395-2404.
          12) Tardif JC, O'Meara E, et al. Effects of selective heart rate reduction with
          ivabradine on left ventricular remodelling and function: results from the SHIFT
          echocardiography substudy. Eur Heart J. 2011, DOI: 10.1093/eurheartj/ehr311. Abrufbar
          unter http://eurheartj.oxfordjournals.org
          13) Fox K, et al. Ivabradine for patients with stable coronary artery disease
          and left-ventricular systolic dysfunction (BEAUTIFUL): a randomised, double-blind,
          placebo-controlled trial. Lancet. 2008; 372, :807-816.
          14) Fox K, et al. Rationale and design of a randomized, double-blind,
          placebo-controlled trial of ivabradine in patients with stable coronary artery disease
          and left ventricular systolic dysfunction: the morBidity-mortality EvAlUaTion of the
          If inhibitor ivabradine in patients with coronary disease and left ventricULar
          dysfunction (BEAUTIFUL) Study. Am Heart J. 2006; 152: 860-866
          15) Fox K et al. Relationship between ivabradine treatment and cardiovascular
          outcomes in patients with stable coronary artery disease and left ventricular systolic
          dysfunction with limiting angina: a subgroup analysis of the randomized controlled
          BEAUTIFUL trial. Eur Heart J. 2009; 30: 2337-2345 

Diese Pressemeldung wurde ursprünglich in englischer Sprache verfasst, wobei es sich auch um die einzige offiziell freigegebene Fassung handelt. Die Übersetzungen ins Französische, Deutsche und Spanische werden der Presse aus Gefälligkeit zur Verfügung gestellt.

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