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Working group on Pain Management: Internationale Expertengruppe diskutiert Alternativen zu COX-2-Hemmern in der Schmerzbehandlung

    Taplow, UK (ots) - Eine internationale Gruppe von Schmerz-Spezialisten hat sich getroffen, um Empfehlungen für die Behandlung chronischer, mäßig starker bis starker Schmerzen unmittelbar nach der weltweiten Rücknahme von Rofecoxib (Vioxx®) und angesichts der Bedenken bezüglich der Anwendung anderer COX-2-Hemmer zu erarbeiten.

    Angesichts der Ungewissheit bezüglich der weiteren Sicherheit und des Nutzens von 'Coxiben' und des Fehlens klarer zwischenzeitlicher Leitlinien von nationalen und internationalen Behörden, Gesellschaften und Organisationen stehen Ärzte und ihre Patienten vor einem Dilemma. Sollten sie wieder zur Anwendung der herkömmlichen nicht-steroidalen Antiphlogistika (NSAIDs) mit dem damit verbundenen schwerwiegenden Nebenwirkungsprofil zurückkehren (Ursache von 16.500 Todesfällen pro Jahr allein in den USA) oder sollten sie flexiblere Therapieverfahren ins Auge fassen? Ein Expertengremium von Schmerzspezialisten traf sich in Großbritannien, um diese Frage zu diskutieren und zu versuchen, Leitlinien für Ärzte zu formulieren. Nach einer Diskussion der Sicherheitsdaten für NSAIDs sowie für COX-2-Hemmer befürwortete die Gruppe einen breiteren Einsatz schwacher Opioide, die bei mäßig starkem bis starkem Schmerz wirksamer sind als NSAIDs und weitere deutliche Vorteile aufweisen, u.a. Titrierbarkeit, Reversibilität und das Fehlen Prostaglandin-assoziierter Nebenwirkungen. Der Stellenwert von Kombinationen aus schwachen Opioiden und anderen Analgetika - vor allem Tramadol plus Paracetamol - verdient besondere Aufmerksamkeit.

    Die Gruppe gab zu bedenken, dass Tramadol und Tramadol-Kombinationen insofern einen nützlichen Vorteil bieten, als sie zur 'Einsparung von NSAIDs' führen; d.h. sie könnten in Kombination mit niedrigeren NSAID-Dosen als üblich eingesetzt werden. Die Anwendung von Tramadol wird von medizinischen Fachgesellschaften empfohlen. Die Hürden für eine korrekte Anwendung von schwachen Opioiden wurden von  dem Gremium ebenfalls angesprochen. Nebenwirkungen sind ein häufiger Grund, der für eine mangelnde Compliance angegeben wird. Das Gremium kam überein, dass die Strategie 'niedrig und langsam' - d.h. Einleitung der Therapie mit einer niedrigen Dosis und langsame Dosiserhöhung - angewendet werden sollte, um eine gute Analgesie ohne nicht tolerierbare Nebenwirkungen zu erreichen.

    Die Tagung schloss mit einer Diskussion über die Bedeutung der Bekanntgabe klarer Leitlinien für Ärzte zur adäquaten Verordnung von Analgetika vor diesem neuen Hintergrund der Unsicherheit bezüglich der weiteren Anwendung von  COX-2-Hemmern.

    Angesichts der jüngsten Entscheidung der NIH, die Anwendung des COX-2-Hemmers Celecoxib in der Studie Adenoma Prevention with Celecoxib (APC) zu beenden - und der Wahrscheinlichkeit, dass das erhöhte kardiovaskuläre Risiko möglicherweise tatsächlich ein Klasseneffekt ist - sind Ärzte und andere Gesundheitsanbieter nun mit erheblichen therapeutischen und ethischen Herausforderungen konfrontiert. Es bedarf unverzüglich und dringend rascher und eindeutiger Leitlinien für Ärzte.

    Die Diskussionen im Rahmen der Tagung und die Empfehlungen des Gremiums werden schriftlich ausgearbeitet und zur Veröffentlichung bei Fachzeitschriften mit Peer-Review eingereicht. http://www.painworkinggroup.org     Anmerkungen für die Herausgeber

    Die Tagung Optimising Pain Management: Defining the Role of Weak Opioids in the Post-Vioxx Era [Optimierung der Schmerztherapie: Festlegung des Stellenwerts schwacher Opioide in der Ära nach Vioxx) fand am 14. Dezember 2004 statt. Sie wurde unterstützt durch eine uneingeschränkte Fortbildungsförderung der Grünenthal GmbH. Mitglieder des Gremiums: Dr. Joseph V Pergolizzi Jr, Prof. Marcel Chauvin, Dr. Jules Desmeules, Dr. Richard M. Langford, Dr. Serge Perrot, Prof. Margarita Puig, Prof. Robert B. Raffa, Prof. Stephan Schug, Dr. Thomas J Schnitzer.


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