Heilsarmee / Armée du Salut

Befremdende Berichterstattung über die Heilsarmee Flüchtlingshilfe

Bern (ots) - Die Berner Zeitung BZ berichtet auf der Titelseite über die scheinbar undurchsichtige Geschäftstätigkeit der Heilsarmee Flüchtlingshilfe. Der Bericht zeigt allerdings keine fundierte Recherche, sondern interpretiert nicht verifiziertes Zahlenmaterial eigenhändig. Diese unsaubere Berichterstattung auf der Titelseite einer renommierten Tageszeitung befremdet uns sehr!

30 Jahre Vertrauen und unkomplizierte Zusammenarbeit

Die Heilsarmee Flüchtlingshilfe betreut seit 30 Jahren Asylsuchende im Auftrag des Kantons Bern. Diese Pionierarbeit gründete nicht nur auf Leistungsverträgen, sondern auch auf gegenseitigem Vertrauen und ermöglichte unkomplizierte und rasche Anpassungen auf sich ständig ändernde Herausforderungen, deren Ursprung oft in asylpolitischen Entscheiden lag.

Keine Unsorgfalt bei der Heilsarmee

Die Heilsarmee Flüchtlingshilfe wird jährlich von Wirtschaftsprüfern der PwC (PricewaterhouseCoopers) geprüft. Der Prüfungsbericht erwähnt keine Mängel und bestätigt die gesetzeskonforme Rechnungslegung. In der langjährigen konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Kanton Bern auf verschiedenen Ebenen gab es noch nie einen Hinweis darauf, dass die Heilsarmee nicht jederzeit und vollumfänglich Einsicht in die Zahlen gewährt hätte. Als Leistungsträger sind dem Kanton alle Zahlen vollumfänglich zugänglich. Dass die aktuelle Leitung des Migrationsdienstes heute nicht mehr wisse, wie der Kanton seine Bundesgelder einsetzt, entbindet ihn nicht von seiner Verantwortung dafür.

Die Defizitgarantie ist Bestandteil der Leistungsverträge

Die im Artikel kritisierte Defizitgarantie ist fester Bestandteil der Leistungsverträge. Sie wird im Rahmen der Budgets thematisiert und ist vom Kanton zu bewilligen. Die Defizitgarantie ist nötig, weil die Dienstleistungserträge teilweise nicht mehr kostendeckend sind. Wenn offensichtlich andere Leistungserbringer mit Gewinn wirtschaften, müssten wohl die Leistungsverträge verglichen werden, bevor solche Aussagen gegen die Heilsarmee verwendet werden. Es stellt sich zudem die Frage, ob kantonale Gelder tatsächlich in Gewinne privater Firmen resultieren sollten.

Lässt sich die Presse instrumentalisieren?

Der aktuelle Bericht ist so offensichtlich gegen die Heilsarmee verfasst, dass wir uns die Frage stellen müssen, ob sich die Presse von anderen Leistungserbringern und dem Kanton instrumentalisieren lässt. Wie unserem Leitbild entnommen werden kann, steht die Würde des Menschen bei uns an oberster Stelle. Dass sich diese Haltung schwierig mit harten Entscheiden in der Asylpolitik vereinbaren lassen, können wir nachvollziehen. Wir wünschen uns weiterhin eine offene Kommunikation des Kantons über seine Erwartungen und den Auftrag an uns, und eine kritische und professionelle Haltung der Presse.

Internationales Leitbild der Heilsarmee

Die Heilsarmee ist eine internationale Bewegung und Teil der weltweiten christlichen Kirche. Ihre Botschaft gründet auf der Bibel. Ihr Dienst ist motiviert von der Liebe Gottes. Ihr Auftrag ist es, das Evangelium von Jesus Christus zu predigen und menschliche Not ohne Ansehen der Person zu lindern.

Kontakt:

Heilsarmee Schweiz | Österreich | Ungarn
Martin Künzi
Leiter Marketing
Tel.: +41/31/388'05'45
E-Mail: martin_kuenzi@heilsarmee.ch

Kontakt Heilsarmee Flüchtlingshilfe
Paul Mori
Leiter Flüchtlingshilfe
Tel.: +41/31/380'18'85
E-Mail: paul_mori@heilsarmee.ch


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