CSI Christian Solidarity International

Veranstaltung: Referentinnen aus Indien und Ägypten über Religionsfreiheit
Sklavenbefreiung im Südsudan

Binz (ots) - Zwei Expertinnen für Religionsfreiheit berichten in Luzern, Lausanne und Zürich über die Situation in Indien und Ägypten. In Zürich stellt CSI-Projektleiter Gunnar Wiebalck zudem das Sklavenbefreiungsprojekt im Sudan vor.

Am Sonntag, 4. November, bekamen die Kopten mit Papst Tawadros II. ein neues Oberhaupt. Der Nachfolger von Papst Schenuda III. steht vor keiner leichten Aufgabe: Die Lage der Christen in Ägypten - etwa 10% der Bevölkerung - hat sich verschlechtert. Sie seien während Jahren absichtlich an den Rand gedrängt worden, sagte Tawadros II. kurz nach seiner Wahl. Menschenrechtlerin Nadia Ghaly teilt diese Einschätzung. Sie ist selber Koptin. In den letzten Jahren hat sie sich in ein trauriges Thema vertieft: Zahlreiche junge Koptinnen verschwinden, werden gezwungen zu heiraten und zum Islam zu konvertieren. Jüngstes Beispiel ist Sarah Ishaq Abdul Malek. Seit dem Sturz Mubaraks werden immer mehr Frauen Opfer dieser Verbrechen. Nadia Ghaly ist Koautorin zweier Berichte, die CSI zu diesem Thema publiziert hat.

Anti-Konversions-Gesetze begünstigen Hassklima

Auch in Indien leiden religiöse Minderheiten - hier neben Christen auch Muslime - unter systematischer Benachteiligung. Chaya Ram, unsere Gastreferentin aus Indien, setzt sich als Juristin für sie ein. Für CSI hat sie kürzlich einen Bericht über die Antikonversionsgesetze in sechs indischen Bundesstaaten verfasst. Diese Gesetze dienen Hindu-Extremisten immer wieder als Vorwand, um gegen religiöse Minderheiten vorzugehen. Der Bericht war Teil eines Dossiers, das beim Uno-Menschenrechtsrat eingereicht wurde (Universal Periodic Review von Indien).

CSI-Projektleiter über seine 111. Südsudanreise (nur in Zürich)

CSI-Projektleiter Gunnar Wiebalck und CSI-Stiftungsrat Markus Weber stellen (nur in Zürich) das Sklavenbefreiungsprojekt vor. Während des jahrzehntelangen Bürgerkriegs im Sudan überfielen arabische Milizen unzählige von Nichtmuslimen bewohnte Dörfer im Süden, brandschatzten, töteten, vergewaltigten. Weit über 100'000 Südsudanes(inn)en wurden in den Norden verschleppt und dort als Sklaven missbraucht. Tausende starben unter Schlägen oder wurden wegen Bagatellen getötet. Gunnar Wiebalck reiste anfangs November zum 111. Mal in den Südsudan. Er zeigt aktuelle Fotos und gibt Einblick in die tragischen Schicksale der Menschen, denen CSI zur Freiheit verhelfen konnte.

Christian Solidarity International (CSI) ist eine christliche Menschenrechtsorganisation für Religionsfreiheit und Menschenwürde.

Anlässe

Donnerstag, 15. November in Luzern: Bahnhof, 1. Stock.

Freitag, 16. November in Lausanne (französisch): Hotel Continental, Place de la Gare 2.

Samstag, 17. November in Zürich: Evangelische Täufergemeinde, Freiestrasse 83

Weiterführende Links: www.csi-schweiz.ch/medienbericht_20121113

Interview mit Referentinnen möglich: Mi-Nachmittag, Do, Fr-Vormittag

Kontakt:

Mediensprecher CSI-Schweiz
E-Mail: Adrian.Hartmann@csi-schweiz.ch
Tel.: +41/44/982'33'74
Mobile: +41/79/293'59'33



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