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Bolkestein und Laar: Zu enge Vorschriften behindern wirtschaftlichen Aufschwung in der EU

    Brüssel, Belgien (ots/PRNewswire) - Gestern, auf der Veranstaltung der Hayek Reihe mit dem Titel "'Will Europe Survive Globalization?' Renewing the Lisbon Strategy: Visions for the European Economy", die von Tech Central Station.com veranstaltet wurde, haben der ehemalige estische Premierminister Mart Laar, Frits Bolkenstein, ehemaliger EU-Kommissar, Manuel Medina Ortega, MEP aus Spanien und Peter Skinner, MEP aus dem Südosten Grossbritanniens über die wirtschaftlichen Vorteile der Lissabon Agenda debattiert.

    Für weitergehende Informationen zu der Veranstaltung oder um eine Niederschrift zu bekommen, wenden Sie sich bitte an Aaron Walker unter awalker@dcgpr.com.

    Hier einige Höhepunkte der Diskussion:

    Zur Frage warum die wissens-basierten Branchen hinter den USA herhinken und warum Wissenschaftler in Scharen in die USA abwandern:

    "Wir wollen an der Spitze sein, befinden uns aber im Schlepptau der USA. Es gibt ganz offensichtlich einen Beziehung zwischen der Art und Weise, wie wir unser Geld einsetzen und wie Unternehmen ihre Anstrengungen bündeln ... Ich glaube Wissenschaftler aus aller Welt verlassen ihre Gestade um in die USA zu gehen. Wir brauchen Ideen, die sich auf dem Markt kommerziell umsetzen lassen und gerade auf diesem Gebiet haben wir einen grossen Nachholbedarf". - Peter Skinner

    "Letztlich geht es darum, die Mittel bereitzustellen, damit die wissenschaftliche Gemeinde ihre Entwicklungen selbstständig umsetzen kann. Aber vielleicht geht es weniger um Freiheit, sondern darum die richtigen Labors, die richtigen Veröffentlichungen, kurz die richtige Umgebung zu haben. Man möchte natürlich immer dort sein, wo die interessanten Dinge stattfinden und das ist eben in den Vereinigten Staaten". - Manuel Medina Ortega

    "Das Problem ist nicht etwa, dass Europa nicht genügend investiert, denn wenn man die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den Vereinigten Staaten betrachtet, so sind wir auf dem gleichen Niveau, manche Länder stehen sogar wesentliche besser da als die Vereinigten Staaten. Der Hauptunterschied sind die Privatinvestitionen in diesem Bereich. Und dort ist der Unterschied gewaltig". - Mart Laar

    "Ich glaube, dass es hauptsächlich daran liegt, dass es in den Vereinigten Staaten einfach mehr Geld und mehr Freiheit gibt. Wissenschaftler in den Vereinigten Staaten haben einen sehr viel grösseren Spielraum genau das zu tun, was sie wollen". - Frits Bolkestein

    Zum Thema der zu starken Bevormundung der Pharma-Industrie:

    "Ich glaube an Informationsfreiheit. Wenn ein Medikament die Marktzulassung bekommen hat, ist es immer wieder und wieder getestet worden. Man muss also davon ausgehen können, dass es erlaubt und legal ist. Und wenn es rechtmässig und zugelassen ist, warum sollte dafür dann nicht auch Werbung erlaubt sein?" - Frits Bolkestein

    "Ich unterstütze das Verbot des Verbots' pharmazeutischer Information. "Ich würde mich freuen, wenn dieser Bann aufgehoben würde", - Mart Laar.

    "Ich bin im Prinzip gegen jede Form der Regulierung ... Aber selbst bei einer angemessenen Regulierung, könnte es erlaubt sein ... Wir wollen keine Prohibition, es sei denn sie ist unbedingt nötig. - Peter Skinner

    Zu nachhaltiger Entwicklung/Energie Regulierung:

    "Ich sehe leider keinen Sinn darin dies einseitig zu betreiben. Ich ziehe diesen Schluss nicht gern, aber wir haben nun seit einer ganzen Reihe von Jahren unser Bestes getan, um die Ideen des Kyoto-Protokolls zu propagieren. Die Russen sind endlich mit an Bord, doch wenn die anderen Länder wie die Vereinigten Staaten, China und Indien und vielleicht sogar Japan nicht mit an Bord kommen, dann werde ich wohl auch kneifen". - Frits Bolkestein

    "Wenn ein grosses Unternehmen wie Volkswagen sich nicht voll für Kyoto und Emissionsreduktion einsetzt, fürchte ich, sieht es schlecht aus für Kyoto". - Frits Bolkestein

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