Pacovis AG

Gegendarstellung: Irreführende, geschäftsschädigende Pressemeldung einer Behörde - wie weit dürfen Beamte gehen?

Durchsichtige Kaltgetränke-Becher hergestellt von NatureWorksTM PLA vertrieben durch Pacovis AG. Weiterer Text über ots. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/Pacovis AG"

Ein Dokument


    - Querverweis: Bilder werden über obs versandt und sind unter        
        www.presseportal.ch/de/story.htx?nr=100483171 abrufbar. Ebenso
        kann die Stellungnahme der ETH Zürich als pdf-File kostenlos      
        heruntergeladen werden.

    Stetten (ots) - Unter dem Titel "Kompostierbares Wegwerfgeschirr ist ökologisch bedenklich und fördert das "Littering"" verbreitete das Baudepartement Basel-Stadt, Amt für Umwelt und Energie (AUE), eine irreführende Medienmitteilung. Diese stützt sich auf eine vom AUE in Auftrag gegebene "Studie", die sowohl gravierende inhaltliche als auch methodische Mängel aufweist. Durch diese ruf- und geschäftsschädigende Medienmitteilung erwächst der betroffenen Firma Pacovis aus Stetten AG Schaden in grösserem Ausmasse, und es stellt sich die Frage nach der Legitimation einer solchen "Informationspolitik".

    Der am 4. Oktober 2004 veröffentlichten Meldung liegt eine missbräuchlich verwendete, klar tendenziöse, von der AUE in Auftrag gegebene "Studie" zu Grunde. Darin wurden nicht zutreffende Angaben aus zwei anderen "Studien" verarbeitet, mit dem Ziel, Produkte bzw. Produktkonzepte, in diesem Falle kompostierbares Einweggeschirr aus natürlichen Werkstoffen, nachteilig zu positionieren.

    Stellungnahme der ETH widerlegt AUE-"Studie"

    Nebst inhaltlichen, weist die Studie gravierende methodische Mängel auf, die unhaltbar sind. Entkräftet wurden nun die in der "Studie" gemachten Behauptungen durch die Stellungnahme des unabhängigen Instituts ETH Zürich. Die durch die Veröffentlichung dieser Medienmitteilung geschädigte Firma, die Pacovis AG, Stetten AG, legt grössten Wert auf eine Richtigstellung. Sie beruft sich auf die von der ETH gewonnenen Erkenntnisse. Die wichtigsten Fakten daraus sind:

    - Die Medienmitteilung enthält Aussagen, die durch die referierten
        Studien nicht belegt werden können. In der Mitteilung kommt es
        somit zu einer problematischen Vermischung von subjektiven
        Aussagen zu Littering und zu Ökobilanzergebnissen.

    - In der Studie werden nicht Geschirr, sondern nur Becher
        untersucht. Für andere Geschirrgegenstände (später werden in der
        Mitteilung Teller erwähnt), können hieraus keine
        Schlussfolgerungen gezogen werden. Es handelt sich somit um eine
        unzulässige bzw. näher zu begründende Verallgemeinerung.

    - Die Aussage "Dies zeigt die neueste Ökobilanz, welche den ganzen
        Lebensweg dieser Produkte wissenschaftlich analysiert" ist aus
        mehrfacher Hinsicht problematisch. Die zitierte Studie erhebt
        selber weder einen "wissenschaftlichen" Anspruch, noch den
        Anspruch, eine vollständige Ökobilanz zu liefern, welche den
        Anforderungen der ISO 14040ff genügt.

    - Ein entscheidender Punkt für den Gesamtvergleich Mehrweg-Einweg
        ist die  Umlaufzahl der Mehrwegbecher, in der "Studie"
        angenommen mit 50 bis 150 Umläufen. Dies entspricht einer
        Rücklaufrate von mindestens 98%. Der behauptete Vorteil des
        Mehrwegsystems hängt entscheidend von dieser Zahl ab. Sinkt die
        Umlaufzahl unter 25 (Rücklauf 96%), bewegen sich kompostierbare
        Einwegbecher und Mehrwegsysteme bereits in der gleichen
        Grössenordnung bei den hier bilanzierten Umweltbelastungen. Bei
        noch kleineren Zahlen (die Erfahrungswerte liegen zwischen 60%
        bis 90%, was max. 10 Umläufen entspricht) führt die Ökobilanz zu
        deutlich besseren Werten für den kompostierbaren Becher.

    - Eine abschliessende Beurteilung der Vor- und Nachteile von Mehr-
        und Einweggeschirr ist auf Grundlage dieser Untersuchung nicht
        möglich. Für eine vergleichende Untersuchung und für fundierte
        Aussagen müssten verschiedene Aspekte detaillierter betrachtet
        werden. Es ist davon auszugehen, dass sich in einer fundierten
        Studie vollkommen andere Ergebnisse und Interpretationen ergeben
        können.

    - Es ist nicht nachvollziehbar, wie unter Bezug auf die zitierte
        Studie eine derart weitreichende Aussage zum Gegenstand einer
        Medienmitteilung werden kann. Da es sich beim Auftraggeber um
        eine öffentliche Institution handelt, wäre sehr viel mehr
        Differenzierung und Zurückhaltung für eine solche
        Medienmitteilung angebracht gewesen.

    Medienmitteilung AUE (Original-Medienmitteilung):     http://www.unibas.ch/rr-bs/medmit/bd/2004/10/bd-20041004-001.html


ots Originaltext:
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Indrani Sinha-Ray
Gibbs & Soell GmbH
Beethovenstr. 7
8002 Zürich
Tel:         +41/1/241'28'68
E-Mail:    puretune@hispeed.ch
Internet: www.gibbs-soell.com

Weitere Infos durch:
Urs Oswald
CEO
Pacovis AG
Grabenmattenstr.19
5608 Stetten
Tel:         +41/56/485'93'93
Fax:         +41/56/485'93'00
E-Mail:    urs.oswald@pacovis.ch
Internet: www.pacovis.ch



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